Von der alten Heizung blieben, neben dem erwähnten Präfurnium, nur mehr drei Sandsteinpfeiler (pilae) mit durchschnittlich 25 cm Durch- messer und die geschilderte Auflage des heizbaren Bodens (486.68) er- halten (s. Profil CD 6 — 10; GH 14—18, Beilage V). Jenny selbst scheint einen noch weit differenzierteren Befund angetroffen zu haben: in der erwähnten Türe zum Atrium sollen in den Leibungen zwei Tubuli ver- mauert gewesen sein. Und Jenny vermutete, dass die ganze Wand, die den Risalitraum vom Zimmer 9 trennte, mit heizbaren Hohlziegeln ver- sehen gewesen sei. Den Boden hätten 25 Pfeiler getragen, wovon nur zwei aus Tonplatten geschichtet waren.69 Der Befund in der jüngsten Grabung ermöglichte aber immerhin noch, die ursprüngliche Höhe des Gehniveaus (3,00 x 3,80 m2) zu eruieren, die mit der Bodenhöhe des Atriums (486.76) gleichzog. Der Raum 10 war in seiner Art nur schwer auszumachen. Man darf die südwestliche Begrenzung als Aussenmauer der Urvilla an- nehmen. Die Mauer markierte auf einer Länge von 4,75 m den Raum 10: zwei in gelben und grobkörnigen Mörtel verlegte Steinlagen von 60 cm Breite und ca. 40 cm Höhe (486.83) bildeten den Mauerrest. Dabei fiel auch hier auf, dass bereits gerötete Steine in den Mörtel eingelegt wor- den sind. Eine von Jenny notierte Türe, die in den Raum 14 geführt haben soll70, fanden wir nicht. Auf der Bergseite schloss eine braun- gemörtelte, ca. 60 cm breite und bis zu 30 cm hohe Mauer (486.94/486.65 UK), versehen mit einem Vorfundament gegen den Raum 11 hin, das ursprüngliche Zimmer ab. Die Mauer stiess spitzwinklig, vermutlich um die von Jenny aufgefundene Türe funktionell nicht zu beeinträchtigen, an die Südwestmauer, ohne mit dieser im Verband gewesen zu sein. Die schräggestellte bergseitige Begrenzungsmauer von Raum 10 wies nach 4,10 m Ausbrüche an der Mauerinnenkante auf, welche den ehe maligen Anschluss der nordöstlichen Wand markieren. Mauerreste waren keine mehr vorhanden. Lediglich der erwähnte Ausbruch von Steinen an der inneren Mauerflucht der südöstlichen Begrenzung, dit logische und sinnvolle Ergänzung des Befundes, sowie die Ausgra bungsgrundrisse von Jenny sprechen für diese ehemalige 4,00 m lange 69 Samuel Jenny, a. a. O., 195; ferner Plan S. 192, m. Hohlziegel aus Nendelr im Liechtensteinischen Landesmuseum in Vaduz. 70 Samuel Jenny, a. a. O., 192. 96
        

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