Erwin Poeschel, dem Verfasser unserer Kunsttopographie, zusammen und veröffentlicht selbst kunsthistorische Abhandlungen. Über zwanzig wissenschaftlich fundierte Aufsätze im Jahrbuch des Historischen Vereins zeugen von seiner tiefen Einsicht in die Probleme der Landes- und Volkskunde, aber auch von einer erstaunlichen und schier übermenschlichen Arbeitskraft, denn diese Publikationen ent- standen in seinen Mussestunden, neben der Belastung durch die zahl- reichen Verpflichtungen des Alltags. Mit Dr. David Beck hatte er am Aufbau der wissenschaftlichen Sammlungen und an der Einrichtung eines Liechtensteinischen Landes- museums wesentlichen Anteil. Als Politiker und Staatsmann hat er die Landesgeschichte entschei- dend mitgestaltet und ist in den Jahren, in denen es um Sein oder Nicht- sein unseres Staates ging, jederzeit unerschrocken und kompromisslos für seine Überzeugung eingestanden. Man bewundert nicht nur die Weite seines geistigen Horizontes und seine natürliche Begabung, mit einem Blick komplizierte Sachverhalte zu überschauen und zu analysieren, sondern auch die ungewöhnliche seelische und körperliche Spannkraft, die ihm beschieden war und ihn befähigte, auf den verschiedensten Gebieten richtunggebend tätig zu sein und Verantwortung zu tragen. Nebenberuflich beschäftigte er sich •mit Geschichte, Kunstgeschichte und Numismatik. Er war ein anerkann- ter ausübender Künstler. Er war Geologe und ein grosser Natur- und Bergfreund. Er war nicht nur Botaniker, sondern besass auch profunde Kenntnisse in der Volksmedizin. Er war Seelsorger und Menschen- freund. Der Landesfürst zeichnete Anton Frommelt mit dem Titel Fürst- licher Rat aus. Bischof Christianus ernannte ihn zum Ehrendomherrn der Kathedrale von Chur. Der Historische Verein verlieh ihm im Jahre 1955 die Ehrenmitgliedschaft. Am 7. Oktober 1975 ist Kanonikus Anton Frommelt aus diesem Leben geschieden. Ehre seinem Andenken. XV
        

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