Steinlagen auf zwei Pfostenstellungen, die zu einer 2,10 m breiten Türe gehörten. Nachdem die drei verschiedenen Bauten des Gutshofes ein gegen Südwesten offenes Hofgelände gebildet hatten, darf man mit einem hohen Grad an Wahrscheinlichkeit annehmen, dass das Herren- haus seinen Haupteingang über die Portikus an der Nordwestfront der Villa besass.34 Der nördliche Teil der Portikusmauer senkte sich über eine Geländewelle gegen die Nordecke der Halle hin (486.50), wobei die letzten 2 m nur mehr in der hofseitigen Mauerkante erhalten geblieben waren. Die Nordecke der Halle konnte in einer Steinstellung beobachtet werden. Hier hatte man viel umgebaut und verändert. So entstand im Laufe der baulichen Veränderungen in dieser Ecke ein Präfumium zur Heizung des Risalitraumes. Das Feuerloch, ein ca. 45 cm breiter Kanal (485.92), leicht gegen die Grundrissmitte des Raumes 6 ausgerichtet, steuerte die Heizgase der Raummitte zu und musste eine Höhe von ca. 60 cm aufgewiesen haben. Zur Errichtung der eingetieften Feuerstelle verwendete man, im Gegensatz zur Anlage im Bad, keinen Sandstein, sondern gewöhnliche Mauersteine, die stark gerötet im Erdreich steckten. Den Eintritt des Kanals in das eigentliche Hypokaust flankierten zwei kleine Pfeilerreste aus Tuff. Auch konnte noch die 1,30 m lange, in den Hofraum greifende, graugemörtelte Fund- damentlage einer Flügelmauer beobachtet und gezeichnet werden (486.82/486.54; Abb. 22, 31). Weniger Glück hatten die Ausgräber bei der Suche nach der nord- östlichen Begrenzungswand des Atriums. Von der Mauer fanden wir nur mehr das nordöstliche Vormäuerchen; der Mauerzug selbst scheint bei den Ausgrabungen zu Ende des letzten Jahrhunderts bis zur berg- seitigen Aussenmauer der Villa abgetragen worden zu sein33 (vgl. stein- gerechter Plan, Beilage IV und Abb. 22, 23, 26). Damit haben wir die Halle in ihrer Umgrenzung beschrieben (12,55/ 12,90x8,10/8,30 m2). Das Atrium besass als Bodenbelag einen Mörtel- boden36 einfachster Konstruktion: auf den kiesigen Grund hatten die 54 Diese Darstellung modifiziert Jenny's Ansicht, wonach der Haupteingang zur Villa an der Bergseite des Gutshofes sich befunden haben müsse. Vgl. Samuel Jenny, a. a. O., 193. 55 Samuel Jenny, a. a. O., 192. Die Mauer wird als bestehend vermerkt. 56 Samuel Jenny, a. a. O., 193. Jenny schilderte den Hof als ungepflastert. 70
        

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