Anton Frommelt wurde am 14. März 1895 in Schaan geboren, wo er im Kreise von 6 Geschwistern aufwuchs, Nach seiner Gymnasialzeit in Stans trat er ins Priesterseminar St. Luzi in Chur ein. 1919 wurde er zum Priester geweiht. Er wirkte 2 Jahre als Professor in Schwyz. 1922 trat er die Pfarrstelle in Triesen an. 1928, mit 33 Jahren, wurde er in den Landtag gewählt, den er von diesem Datum an bis zum Jahre 1945 präsidierte. 1933 gab er die Seelsorgetätigkeit in Triesen auf, um sich ganz den Staatsgeschäften zu widmen. Als Regierungschef-Stellvertreter leitete er die Ressorts Schul- Bau- und Postwesen von 1933 bis 1945. Von 1929 bis 1946 war er Schulkommissär. Nach 1945 zog er sich mit der Absicht, wieder in der Seelsorge tätig zu sein, von allen öffentlichen Ämtern zurück. Schon damals machte ihm ein Beinleiden zunehmend zu schaffen. So lebte er zurückgezogen in seinem Haus in der Spania in Vaduz und beschäftigte sich hauptsächlich mit der Malerei. Daneben betreute er die Gläubigen in der Kapelle Ebenholz. Doch sein Leiden verschlimmerte sich von Jahr zu Jahr. Es verursachte ihm grosse Schmerzen und fesselte ihn schliesslich an den Rollstuhl. In seiner Krankenstube fanden sich viele ein, die ihn trösten wollten. Sie selbst gingen innerlich aufgerichtet und getröstet nach Hause, angesichts der Charakterstärke und gelassenen Heiterkeit, mit der er sein schweres Geschick trug. Er musste die Seelsorge in Ebenholz und seine künstlerische Tätig- keit aufgeben. Aber selbst vom Krankenbette aus hat er immer wieder sein Inte- resse an der laufenden Arbeit des Historischen Vereins, der ihm beson- ders am Herzen lag, bekundet und seine reiche Erfahrung zur Verfü- gung gestellt. Schon 1917, als Theologiestudent, war er Mitglied gewor- den. Sein Wirken im Verein entspricht seiner Anteilnahme an allem, was Liechtenstein betrifft. Er leitet urgeschichtliche und mittelalterliche Grabungen und veröffentlicht die Ergebnisse in von der Fachwelt aner- kannten Publikationen. Er macht geologische Untersuchungen und steht in regem Gedankenaustausch mit Fachgelehrten. An der geolo- gischen Erforschung und Bestandesaufnahme des Landes ist er mass- gebend beteiligt. Er legt eine geologische Sammlung an, die er dem Landesmuseum schenkungsweise zur Verfügung stellt. Er schreibt grundlegende Arbeiten über römische und mittelalterliche Münzfunde in unserem Lande. In unermüdlicher Hilfsbereitschaft und mit grosser Sachkenntnis arbeitet er bei der Aufnahme der Kunstdenkmäler mit XIV
        

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