Kummatspitze gehängt wurde, dann wurden die Zugstricke gelöst und der Schwanz- und der Buchrema geöffnet und zusammen mit den Zug- stricken und Zugblättern ebenfalls über die Kummatspitze gehängt. Dann wurde der Kummat geöffnet, dem Pferd das Gebiss gelöst und der Kummat abgenommen. Bei schwer beladenen Wagen und steilen Wegstücken leisteten sich die Fuhrleute Vorspann. Hufbeschlag Von Zeit zu Zeit mussten die Pferde frisch beschlagen werden. Man ging zum «Schmed gi bschlaha». Der Beruf des Hufschmieds war nicht sehr häufig, da die Gewerbeordnung diesen Beruf als konzessioniertes Gewerbe klassifizierte. Die Konzession konnte nur nach abgeschlos- senen Kursen und abgelegter Prüfung erteilt werden (§ 17 Gewerbe- ordnung). Hier sei jedoch erwähnt, dass für den Fuhrwerksbetrieb im Winter die Hufeisen der Pferde gschpetzt werden mussten. Der vordere Stollen des Hufeisens wurde in seiner Längsrichtung zugespitzt und von den hinteren Stollen wurde der eine ebenfalls in der Längsrichtung und der andere in der Gangrichtung des Pferdes gespitzt. Dadurch erhielt das Pferg auch auf vereister Strasse einen Halt. Auch die als Zugtiere verwendeten Kühe und Ochsen erhielten Huf- eisen, leichte flache Eisenplatten für jede Klaue jedoch ohne Stollen. 99
        

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