an den Kummatschittern ist ebenfalls eine Brustkette montiert, die beim Einspannen mit der Habkette verbunden wird. Am rückwärtigen oberen Teil des Kummats ist ein Lederriemen befestigt, der bis knapp vor den Oberschenkeln auf der Rückenmitte der Kuh aufliegt. Am Befesti- gungspunkt des Rückenriemens ging beidseitig je ein Riemen schräg nach abwärts, welcher mit einem Riemen, der am Ende des Rücken- riemens beidseitig vor den Hinterläufen senkrecht nach abwärts ging, verbunden wurde. Vom Zusammentreffen dieser Riemen ging ein ca. 8 cm breiter Ledergurt, der unter der Scheide auf den Hinterläufen auflag, auf die andere Körperseite. So wurde dem Geschirr eine Sicherung gegen das Rutschen nach vorn gegeben. Wie beim Pferde- geschirr waren an den Kummatschittern die Zugblätter für die Zug- stricke angebracht, die durch einen Riemen, der vor dem Ledergurt be- festigt war, in der Höhe gehalten wurde. Die Kuhgeschirre waren gene- rell leichter gebaut, da sie nur für leichtes Fuhrwerk benutzt wurden. Mit Ochsen wurde auch im Winter gefuhrwerkt. Sie hatten auch bei eisigem Weg einen guten Halt auf der Strasse infolge der gespaltenen Hufe. Wurden Kühe als Zugtiere verwendet, so trugen sie auch eine Halftera, die meist aus leichten Ketten bestand, seltener wurden Leder- riemen verwendet. Um die Tiere nicht beim Wiederkäuen zu behindern, lag der untere Kranz der Halftera lose zwischen Nase und Augen um den Kopf geschlungen. Die Seitenteile der Halftera wurden durch einen Querriegel hinter den Hörnern geschlossen. Wie beim Pferdegeschirr wurde am Halfterakranz das Latsal, meist aus einem leichten Hanfseil bestehend, befestigt. Es wurde ebenfalls durch zwei Ringe an den Kummatschitter geführt, um es in der Höhe zu halten. Bei sehr störri- schen Kühen oder Ochsen wurde auch ein Stockzohm (Stockzaum) ver- wendet, der auf der Innenseite Metallzähne hatte und denselben Zweck erfüllte wie bei den Pferden die Trense. Ein- und Ausspannen der Zugtiere Nach dem Anlegen der Geschirre (= agschiera), was teils schon im Stall erfolgte, wurde das Handross links von der Tirksla — bei Einzel- bespannung stets links — und das Nebatross rechts durch Habkette und Brustkette mit der Tirksla verbunden, und die Zugstricke wurden in die Ringe am Wögle eingehängt. Solange noch nicht abgefahren wurde, 97
        

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