wägete eine Doppelkette befestigt, mit welcher der Pflug mit dem Pfluagwägele verbunden wurde. Die Kette konnte mit Ringen in einem auf dem Pflugbaum befestigten Eisenband, das als Kamm mit nach rückwärts gebogenen Zähnen gearbeitet war, eingehängt werden. Wurde die Kette mehr in einen rückwärtigen Kammhaken eingehängt, so wurde der Pflugbaum vorne in die Höhe gehoben, die Furchentiefe wurde flacher. Der Pflug bestand aus dem starken hölzernen Pflugbaum, an dessen rückwärtigem Ende die Pflugholme befestigt waren. Der Pflugführer lief in der ausgehobenen Furche zwischen den beiden Holmen und dirigierte so den Pflug. Vor der Pflugschar war am Pflugbaum das Pflugmesser, der Zech, der vertikal verstellt werden konnte (je nach Furchentiefe) und der das Erdreich vertikal durchtrennte. Der Pflug- körper bestand aus der Liesterschar, die das Erdreich horizontal durch- schnitt und dem Pflugbrett (= Strichblatt), das das abgetrennte Erd- reich wendete und ablegte. Mit dem Pflugbaum war der Pflugkörper durch ein starkes Eisengestell verbunden, dessen Bodenachse beim Wendepflug drehbar war. Die Pflugschar beim Wendepflug, also jener Teil, der das Erdreich horizontal durchschnitt, war nicht drehbar, son- dern war als Doppelliesterschar gebaut. Geräte Die meisten in der Landwirtschaft und den Nebenbetrieben verwen- deten Geräte wurden bereits erwähnt. Sie sollen hier nur zusammen- gefasst und ihre Funktionen nur soweit noch beschrieben werden, als dies nicht schon bereits geschehen ist. Geräte für die G r a s w i r t s c h a f t Segass (= Sense) mit Segassblatt, Segassring, Warb, Fuatterfass, Wetzsto, Tengelstock, Tengelhammer, Högabla (= Heugabel), Hörecha, Ladgabla (grosse Gabel, benutzt beim Heuaufladen) Hontza (= Hein- zen), Hontzastecka, Hösal (= Heuseil), Hölücher (= eine Eisenspitze mit einem Widerhaken an einem Holzstab, mit welchem Heu aus dem Heustock herausgerissen werden konnte), Höschrota (= ein halbrun- des scharf geschliffenes Eisenblatt an einem hölzernen Stiel mit einem querstehenden Eisenstück zum Aufsetzen des Fusses. Mit der Höschrota wurde der Heustock von oben nach unten zerschnitten). 91
        

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