die Stange als Hebel. Durch ein Schraubengewinde, das in ein Eisengestell eingebaut war, konnten die Eisenspit- zen in den Schnee gedrückt werden und bremsen. Für Handtransporte verwendete man einen Hornschlitten. Die Kufen wäre ohne Beschlag und der Schlitten wurde ge- zogen, indem man sich zwi- schen die beiden, wie Hörner in die Höhe gezogenen Kufen stellte. Durch Anstemmen der Füsse konnte gebremst werden. Rennschlitten sah man selten. Das Prinzip war dasselbe, nur dass zwei gebogene Deichseln vorhanden waren, zwischen welche das Pferd eingespannt wurde. Vor den Sitzen befand sich ein hochgezogenes Spritzbrett. Bei Schlittentransporten mussten die Pferde einen Schellaring um den Hals tragen, an dem etwa 7 aufeinander abgestimmte erzene Glocken oder Kugeln mit eingelegten Metallkugeln hingen. 
Hornschlitten Der Pflug Zwei Arten von Pflügen standen im Gebrauch. Einmal der Pflug mit der feststehenden Pflugschar und dem Pflugbrett, mit welchem nur auf die eine Seite gepflügt werden konnte. Die andere Art war der Wende- pflug, bei welchem Pflugschar und Pflugbrett um die Basisachse um 180 Grad gedreht werden konnten. Der Pflug mit feststehender Pflugschar und Pflugbrett wurde auf ebe- nem Acker verwendet. Es wurde auseinander- oder zusammengepflügt. Beim Auseinanderpflügen wurde die erste Furche an der Längsseite des Ackers und die Gegenfurche an der gegenüberliegenden Längsseite ge- zogen. Dadurch ergab sich in der Ackermitte ein Graben. Beim Zusam- menpflügen wurde die erste Furche in der Ackermitte und die Gegen- furche daneben gezogen. Am Schlüsse ergab sich an den beiden Längs- seiten ein furchenbreiter Graben. Bei der Feldbestellung im Frühling oder im Herbst wurden mit der Egge diese Gräben wieder ausgeglichen. 89
        

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