te durch Hebelwirkung ein schwerer Holzstamm langsam gehoben und weitergeschoben werden, Wurde der Zaby nur auf einer Seite des Stam- mes angesetzt, konnte der Stamm gedreht, beim Ansetzen auf beiden Seiten in der Längsrichtung bewegt werden. Zum Drehen eines Stammes wurden auch Kehrhoka (= ca. 50 cm lange gebogene Eisenstäbe) mit einem Ring an einem Ende und einem einwärts gebogenen spitzen Haken am unteren Ende verwendet. Mit dem Haken wurde das Werk- zeug im Stamm befestigt und durch den Ring, der über der Oberkante des Stammes zu stehen kam, wurde ein starker Haselstecken gesteckt. Mit Hebelwirkung konnte der Stamm gedreht werden. Diesen Hasel- stecken soll man Hesnata genannt haben. Eine Bessa wurde in die Stirnfläche des Stammes geschlagen und eine Kette durch den Ring ge- zogen, so dass der Stamm mit Menschenkraft oder auch durch ein Pferd gezogen (= gschlapft) werden konnte. Wurden Zugtiere zum Transport von Holzstämmen auf nicht steilem Gelände verwendet, so nannte man diese Arbeit Holzstrecka. Holzarbeit war immer Kraftarbeit und meist bei kalter Witterung. War das Brennholz zu Hause, so erfolgte das Versäga zu Mösala (= ca. 30 cm lange Holzklötze). Die Mösala wurden auf dem Schitter- stock (= aufrechtstehender Holzstock) mit der Äx (= Axt) gespalten und gschittat (= zu Holzscheiten zerkleinert). Zu Beginn des Jahrhun- derts hatten viele Häuser Schindelwände, und besonders schönes, ast- freies Holz wurde zu Schindeln gespalten. Die Schitter wurden entwe- der im Schitterhüsle lose aufgeschüttet oder im Freien zu Schitterbiga (= Beigen von Scheiten) aufgeschichtet. Knorrige Holzstücke wurden mit Spaltäx und Keil gespalten und oft auch mit Schwarzpulver ge- sprengt. Eine schöne Schüterbig war der Stolz des Holzschitters. Wenn ein Bauer sein Holz bis zum Küechlesunntig oder Funkasunntig (erster Sonntag der Fastenzeit) nicht gschittat hatte, hiess es, er hat s'Küechle net verdenat (verdient). Weinbau Kurz nach der Jahrhundertwende wurde in Mauren und auch in den anderen Gemeinden des Unterlandes der Weinbau wegen Krankheits- befall aufgelassen. Ich selbst habe 1908 noch meinem Grossvater gehol- fen unsern Wingert i dr Lomgruab auszureissen. Viele Flurnamen er- innern an den einstmal ausgedehnten Rebbau. Mit den Weinbergen ver- schwanden leider auch die Torkel mit den mächtigen Pressbömm 78
        

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