BAUERNARBEIT IM JAHRESABLAUF Grünlandwirtschaft Bodeneinteilung Offna Boda'' (= Grundstücke für Ackerbau), zuana Boda (Gras- land). Rietboda, Tuarbaboda (= Torfboden auch als Riet bezeichnet), Lettaboda (= von Rüfeablagerungen mit dicker Lettenschicht über- deckter Torfboden), ufwärtaga oder auch guata Boda (= Lehmboden an Hügelabhängen), Höboda (= Wiesland mit zweimaligem Gras- schnitt), Magerhöboda ( = Grundstücke in Hanglage mit einmaligem Grasschnitt) Rosshöboda (= saure Wiesen mit einmaligem. Grasschnitt zur Pferdefütterung), Streueboda (= saure sumpfige Böden mit Binsen und Schilfrohr bewachsen zur Gewinnung von Streue für die Stallungen). Bodenbewirtschaftung Düngung Höboda wird im Spätherbst mit Stallmist (meschtamacha) seltener zwischen 1. und 2. Schnitt gedüngt, auch mit Jauche (Bschötte), hie und da auch mit Kunstdünger (Stickstoff und Kali). Magerhöboda und Ross- höboda erhielten im Spätherbst eine Düngung mit Thomasschlakka (Thomasmehl) («Ma goht gi schlackna»). Offna Boda wurde beim An- pflanzen gedüngt. Bodennutzung Grasböden, besonders solche in der Nähe des Hauses wurden zum gräsa (Gewinnung von Grünfutter) benutzt und entsprechend häufiger gedüngt. Die Bündt ( = Umschwung beim Haus) aber auch andere Höböda verwendete man zum Veh uslo, hüatta (Viehhüten), aber früher nur im Herbst. Nach dem Abweiden nannte man sie abgetzt. Dadurch ging der erste Heuschnitt verloren. Ebenso wurde das Gras nach dem Ohmat noch abgetzt. * Um die Lesbarkeit der Arbeit nicht zu beeinträchtigen, hat der Verfasser von einer Wiedergabe der Mundartformen in Lautschrift abgesehen. Dialekt- wörter 
sind kursiv gedruckt. 54
        

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