— 676 — ohne Sonderung weder des «ergsten noch des 
besten». Sollte eines Jahres nicht soviel Wein wachsen, dass die sechs Saum gereicht werden können, dann soll für jeden Saum ein Pfund Konstanzer Münze gezahlt werden.1 Wird diese Zuwendung einmal versäumt, dann soll der Wein- garten als zins fällig an Stams fallen. Dafür soll in St am s alljährlich in den nächsten acht Tagen nach dem Fest St. Johannes zur Sonnwende der ganze Konvent ein Amt singen, solange Graf Rudolf am Leben ist; nach seinem Tod soll seine Jahrzeit jeweils an seinem Todestag vom - ganzen Konvent nach Ordensgewohnheit begangen werden. Zu besserer Sicherheit und zum Zeugnis bittet Rudolf «vnsern Lieben Swöstersun • Graf hainrich von Werdenberg von 
Sangans»8 mit- zusiegeln, was dieser auch tut, «ouch ze vrkünd diser vorgeschribner ding daz alles mit vnserm guten willen vnd 
wissent» geschehen ist. Original im Stiftsarchiv Stams D.I. n. 1. — Pergament 24,9 cm lang X 44,4, keine Plica. — Initiale über sechs Zeilen. — Siegel: 1. (Rudolf von Mont- fort) hängt an Pergamentstreifen, rund, 3,5 cm, dunkelgrau in gelber Wachs- pfanne, in rankenverziertem Siegelfeld Spitzovalschild nach re. geneigt, darü- ber Helm nach Ii., Helmdecken und Mitra bis zum Schriftband. Umschrift: '+ S' RVDOLFI. COMIT. DE . MONTEFORTI 
- 2. (Heinrich v. Werdenberg- Vaduz) hängt an Pergamentstreifen, rund, 3,6 cm, dunkelgrau in gelber Wachs- pfanne, in räutenverziertem Siegelfeld Spitzovalschild nach Ii. geneigt, darüber Helm mit nach re. flatternden'Helmdecken, darüber Mitra, deren Ende ins Schriftband gehen. Umschrift: + S' GOITS . HARICI .V. WDEB . . ET . 
SAN.GAS-- Rückseite: «Littera domini Rudolfi Comitis de monte forti super donacionem unius carri vini In 
veltchirch» (Ende 14. Jahrh.); «DIN . 
1» (18. Jahrh.); «D . 1 . N : 
1» (modern). Vidimus im Stiftsarchiv Stams Dl n. 3, ausgestellt von Konrad von Rottenstein, Pfleger auf St. Petersberg, datiert Stams, 29. September 1407. Abschrift im Stiftsarchiv Stams, beglaubigt am 28. Oktober 1419; Abschrift im Stiftsarchiv Stams, beglaubigt am 5. August 1664; Abschrift im Vorarlberger Landesarchiv Bregenz, beglaubigt am 28. November 1766. Literatur: P. Kassian Haid, Die montfortische Weinstiftung für das Kloster Stams. Cistercienser-Chroni'k 1915 S. 209 - 214, 326 - 240. '
        

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