«Die Verbreitung des Schwarzwildes war bis zum Zweiten Welt- krieg schon recht eingeengt und nurmehr au] Gebiete beschränkt, die wenig bewohnt, stark bewaldet oder durch milde Winter begünstigt waren. Es hat sich aber durch die Kriegsereignisse selbst sowie durch Mangel an Jägern und Jagdpersonal wieder ausbreiten können. So ist es selbst in Gegenden Standwild oder häufiges Wechselwild geworden, ivo es nur mehr ganz selten oder schon seit Jahrhunderten nicht mehr vorgekommen ist». Aus der «Schwarzwild-Dokumentation» 1946 — 55 des Prinzen Hans von und zu Liechtenstein Dieses sporadische Auftreten des Wildschweines im Alpen-Rheintal, vor allem auch wieder in neuester Zeit, die Kenntnis der Schwarzwild- Dokumentation des Prinzen Hans von Liechtenstein sowie die Berichte über zahlreiche Knochenfunde in den prähistorischen Fundstellen des Rheintales, veranlassten den Autor dieses Beitrages die regionalen «Schwarzwildfährten» zu verfolgen. I. Steckbrief des Schwarzwildes 1. Verbreitung Die Stammform unseres Hausschweines besitzt ein sehr grosses Ver- breitungsareal. Es bewohnt in einer Vielzahl von Unterarten Europa, Nordafrika, die gemässigten und tropischen Gebiete Asiens bis zum malaiischen Archipel. Als Jagdtier wurde es auch in Amerika ausgesetzt. 2. Nahrung Das Wildschwein gilt als Allesfresser. Neben beträchtlichen Mengen von Eicheln und Bucheckern bevorzugt es vor allem den Adlerfarn, den Wegerich und das Weidenröschen. Zwar überwiegt die pflanzliche Kost, doch wird auch tierische Nahrung nicht verschmäht, wobei von Aas- fressen bis zum geschickten Mäusefangen auch hier praktisch alles akzeptiert wird. 157
        

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