dieses Jahres ergibt sich, dass er etwas an einen «Conterfeth» (Portrait) zu machen hatte.28 Dr. Ludwig Welti weiss von dem Maler weiterhin zu berichten: «Im Urbar der Herrschaft Feldkirch von 1618 wird Meister Hans Georg Kläsi, Bürger und Maler zu Feldkirch, als Zinser und Hausbesitzer aufgeführt. Sein Haus mit Hofstatt in der Stadt grenzte zu der einen Nebenseite an Hans Ulrich Mayers und seines Schwagers Andreas Zelfis Haus, zur anderen Seite an das Gässelin, hinten an Stoffel Strahls Haus und Höfle, vorne an die gemeine Gasse. Nach den von Dr. E. Somweber im Stadtarchiv durchgeführten dankenswerten Erhebungen ist Hans Georg Cläsi bereits im August 1604 und dann wieder 1615 in Muster- registern als ein wehrhafter, mit einer Muskete, einer Rüstung und 2 langen Spiessen bewaffneter, in der oberen Schmiedgasse wohnender Bürger nachweisbar. Da 1642 seine Witwe als Steuerträgerin genannt ist, muss er vor diesem Zeitpunkt das Zeitliche gesegnet haben. Wir dürfen den aus einer alten Feldkircher Patrizierfamilie stammenden Meister wohl der in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts in Blüte gestan- denen Malerschule von Moritz und Jörg Frosch zurechnen, die mit den ebenfalls über den Bereich der Stadt hinaus beschäftigt gewesenen guten Meistern der Bildhauerei Lazarus und Heinrich Arnoldt und Erasmus Kern den von Wolf Huber begründeten Ruhm Feldkirchs als Kunststadt vermehrten.»29 «Nach P. Joller gehörten die Clessin (Cläsin, Cläsi) zu den ältesten, im 19. Jahrhundert noch in Blüte gestandenen, jetzt aber ausgestorbenen Bürgerfamilien in Feldkirch. 1515 kommt dort ein Barbier Hans Cläsi vor, 1522 wird Johann Claesi «alias Tischmacher» aus Feldkirch als Kaplan zu St. Valentin in Rüti genannt. Um 1590 werden Matthias Cläsi und der Wundarzt Lienhart Cläsin als Bürger von Feldkirch öfter er- wähnt. Goldschmied Franz Clessin (f 1671), Ratsherr zu Feldkirch renovierte 1684 das alte silberne Kreuz in der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus.»30 «Hans Jorg Clessi moller» war von 1605 — 1618 oder 1619 Meister in 28 Welti, Feldkircher Künstler und Kunsthandwerker der Frühbarockzeit. In: Montfort, 1947, Heft 7/12, S. 176. 29 Welti, a. a. O., Montfort, Heft 4/12, S. 138 u. 139. 30 Ebenda, Anm. 5. 149
        

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