— 610 — 364. Diosgyör (Dyosigür)1, 1412 Mai 6. König Sigismund - berichtet Stephan, Ernst und Wil- helm, Pfalzgrafen bei Rhein und Herzogen in Bayern sowie Heinrich und Johann Meinhard, Grafen von G ö r z und Tirol über die Gewalttaten des Herzogs Friedrich3 von Tirol, besonders, dass er Bischof Georg4 von Trient gefangen, getürmt, unmenschlich gepeinigt und schliesslich vertrieben, «Hartman5, Bischoff zu Kur ouch vnsern vnd des Richs fursten gefan- / gen vnd gedrungen», den Bischof von Brixen gefangen und ihm Geld er- presst, den ehemaligen Hofmeister auf Tirol, Heinrich von Rottenburg6 gefangen und seiner Besitzungen^ seine Witwe der Morgengabe und Heimsteuer beraubt, die Tochter Barbara und El s b e th seine Schwester von Erbe und Heimatland ins Elend ver- trieben habe. Um gegen ihn vorgehen zu können, fordert er die Ge- nannten zur Hilfeleistung auf und vereinbart mit ihnen den Angriff auf Herzog Friedrichs3 Land; er bestimmt, dass das eroberte Ge- biet ihnen als Reichslehen verliehen werden soll, unter Vorbehalt des Durchmarschrechtes für den König nach Italien. Mit Fried- rich3 soll kein Sonderfriede geschlossen werden; dem Bischof von Trient4 und der Familie Heinrichs6 von Rottenburg soll das ihnen Geraubte zurückgegeben werden. Gleichzeitige Abschrift im Reichsregister Band E fol. 24 b — 
25 a. — Papierblatt 39,5 cm lang X 28, linker Rand 6 cm frei, rechter 3,5 cm. Ränder liniert. Überschrift: «Littera Colligii Regis Romanorum et trium ducum Bauarie cum Comitibus Goricie contra Ff. ducem 
Austrie». Rand mit moderner Stück- bezeichnung «87» (Bleistift). Am unteren Ende: «Ad mandatum domini Regis Johannes Kirchen.» Original im Hauptstaatsarchiv München. Regest: Altmann, Regesta Imperii, Die Urkunden Kaiser Sigmunds S. 15 n. 226.
        

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