— 429 — Übersetzung Ich Graf H u g1 von B r e g e n z tue kund allen denen, die diesen Brief ansehen oder hören lesen, dass ich den hochgeborenen Fürsten, Herzog Leopold2 von Österreich und von S t e i e r , seinen Brüdern und seinen Erben die Burg zu Gutenberg3 zu losen geben soll und habe das auch bei den Heiligen geschworen, und zwar um 600 Mark Silbers gangbaren und annehmbaren Konstanzer Ge- wichtes, wie sie mir und meinen Erben verpfändet ist. Ich habe auch geschworen, wenn ich die Burg überantworte oder gebe, oder wegen Erbschaft zukommen lasse, dass der (Empfänger) dasselbe schwöre, was ich geschworen habe, die Losung stets zu halten, ohne Betrug, wie hier geschrieben steht. Damit dies immer so bleibe, wie ich wegen der Lo- sung geschworen habe, so wie hier für meine Herren von Öster- reich und ihre Erben von mir und meinen Erben schriftlich festge- halten ist; darüber gib ich ihnen diesen Brief mit meinem Siegel be- siegelt. Dieser Brief war gegeben, als man zählte von Gottes Geburt dreizehnhundert Jahre, danach im zweiundzwanzigsten Jahr am näch- sten Mittwoch nach St. Luziustag. Original im Haus-, Hof- u. Staatsarchiv Wien. — Pergament 11,2 cm lang X 24, Plica 3,0 — 3,8 cm. — Siegel Graf Hugos hängt an Pergamentstreifen, stark beschädigt (unten und oben abgebrochen) rund, 5 cm, gelb, heraldisch rechts aufgerichteter Löwe (beschädigt), links Montforterfahne. Umschrift: HVGONIS CO DE - 
. Rückseite: «Gütenburch» (15. Jahrh.) «Verschrei- bung Graue Haugen von Bregentz der herrschafft von Osterreich die vesst Guetenburg zu lösen zu geben - Vorderlande 
1322» (16. Jahrh.); «Veldkirch» (17. Jahrh.); «Vorarlberg Bregenz 
Losung» (Bleistift, 18. Jahrh.); «86 
B» (Blei- stift, 18. Jahrh.). Re g e st: im Landesregierungsarchiv Innsbruck im Schatzarchivreper- torium Lib. 4, S. 595 (unter der Überschrift «Gutenberg» und mit der Rand- bemerkung «Bregen tz»J. Regest: Thommen, Urkunden z. Schweizer Geschichte aus österr. Ar- chiven 1 (1899) S. 181, n. 295 (ohne Nennung Gutenbergs); Gross, Regesta Habs- burgica III n. 1249; Ritter, Liechtensteinische Urkunden im Landesregierungs- archiv Innsbruck, Jahrbuch d. Hist. Vereins f. d. F. Liechtenstein 1936, S. 67 (nach dem Regest). Erwähnt: Kopp, Geschichte d. eidg. Bünde 5/1, S. 37; Büchel, Gutenberg, Jahrbuch d. Hist. Vereins f. d. F. Liechtenstein 1914, S. 33; Kaiser-Büchel, Ge- schichte d. Fürstentums Liechtenstein S. 162, 188.
        

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