Am 6. März wählte der Landtag aus seiner Mitte eine Kommission, die über Änderungs- oder Ergänzungsvorschläge beraten solle. Sie setz- te sich aus folgenden Abgeordneten zusammen: Peter Büchel (Mauren), Alois Frick (Balzers), Josef Gassner (Triesenberg), Karl Kaiser (Schel- lenberg), Augustin Marogg (Triesen) und Stefan Wächter (Schaan). Vernehmlassungen Am 7. Februar beschliesst der Bundesrat auf Ansuchen des Regie- rungsrates des Kantons St. Gallen, die beiden Nachbarkantone St. Gal- len und Graubünden zur Vernehmlassung einzuladen. Der Kleine Rat des Kantons Graubünden geht in seiner Antwort von der falschen Annahme aus, dass die Grenze gegen Liechtenstein weiter fremdenpolizeilich zu überwachen wäre, und zwar durch die Kantons- polizei. «Falls uns durch die Zollverwaltung die Mehrkosten vergütet werden, so ist das neue Zollabkommen den Interessen unseres Kantons nicht zuwiderlaufend. Sollte für die genannten Mehrauslagen eine Ver- gütung nicht in Aussicht gestellt werden, so müssen wir in Anbetracht der prekären Finanzlage des Kantons entschieden gegen den Zollan- schluss Liechtensteins an die Schweiz uns aussprechen.» Überraschend fällt die Antwort von Landammann und Regierungs- rat des Kantons St. Gallen aus, enthält sie doch den entscheidenden Satz: «Im ganzen genommen und grundsätzlich betrachtet kommen auch wir, wie das Kaufmännische Direktorium, dazu, den geplanten Zollanschluss von Liechtenstein an die Schweiz entscheidend zu be- grüssen und zu befürworten.» Vom Bundesrat zur Vernehmlassung eingeladen, rückt das Buchser Initiativkomitee (Präsident Alt-Nationalrat G. Schwendener) mit einer neuen Stellungnahme auf. Es wird auf die Schwierigkeit des Geländes der neuen Zollgrenze hingewiesen, die für Schmuggler ein «wahres Dorado des dunklen Gewerbes» sei. Die Erstellung von Zollhäusern überstiege die ökonomischen Kräfte Liechtensteins bei weitem, und für protestantische Grenzwächter ergeben sich im katholischen Liechten- stein Unzukömmlichkeiten, deren Aufzählung sich erübrigt. «Soll künf- tig ein beträchtliches Kontingent junger Schweizer einem moralischen Sumpffieber ausgesetzt sein? Der Staatsmann ist nach Kräften bemüht, seinem Volke nicht nur materiellen Schaden, sondern auch moralische Gefährdung fernzuhalten.» Die Hilfsbereitschaft der Schweiz wird als 34
        

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