So könnte Gierengruber, ein Müllplatz gewesen sein, wo auch klei- nere Greife das Aas akzeptierten. Der Familienname Geyer ist urkundlich erstmals in der Gemeinde Schellenberg belegt (35). Der Falke (Falco) im Falknis ist eine Anlehnung an den Greifvogel. Eine Erklärung von Hopfner (23) lautet Val Genins — Jenins, Valgnins, Valgnis zu Falknis. Der Familienname Falk ist urkundlich erstmals im Jahre 1600 in Eschen belegt (35). Als Nachtgreif ist im Triesner Wald die Eule im Eulenbüchel ver- ewigt. Der Kuckuck (Cuculus canorus) dürfte im Unterguggerboden (Schaan) und Guggerbodenwald (Schaan, Triesen, Triesenberg) und Guggerbodentobel (Triesen) zu suchen sein. Guggernülli im Malbun kommt vom walserischen Gucken (Auslug). Hammer (20) erwähnt in seiner Dissertation einen altrheintalischen Personennamen «Gugger», der aber auf unserer Seite nicht belegt ist. Der Spielhahn (Birkhahn, Tetrao tetrix), mit seiner lebhaften Balz ist im Gebirgsraume in folgenden Flurnamen belegt: Hahnenböden, im Hanenboden 1578, Planken-Gafadura; Hahnenspiel, 1721 Hanenspihl, Vaduzer Alp Malbun; Hahnenspielerwald, Triesenberger Alp Steg; Unterm Hahnenspiel, Valüna Triesen. Dass Tiere oder Teile von ihnen auch als optische Vergleiche be- nutzt wurden, beweist beispielsweise der Flurname Krestis (Triesen), abgeleitet vom lateinischen Crista, dem Kamm des Hahnes (Cresta 1474), (33, 27 S. 97). Der Rabe (Corvus corone, ev. Kolkrabe Corvus corax) ist im Raben- wäldle Schellenberg vorhanden. Da man bei uns für einen schwarzen Gaul (Rappe) Kohli sagt, sind die Flurnamen mit Rappe wohl auch auf den Rabenvogel zurückzuführen. Rappenstein, Balzers-Gapfahl, Triesen-Lawena; Ruggell- Schellenberg; im Rappenwäldle, Mauren-Schaanwald; Rappensteiner, Ruggell und Vaduz. Die Ente, am ehesten Anas platyrhynchos, finden wir im Entenmoos 271
        

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