Katzenschwanz (Eschen) ist schon seit 1698 belegt? Ebenso fehlen der sicher einst heimische und in Vorarlberger Flurnamen belegte Biber, der Igel, das Eichhörnchen, der Marder, das Wiesel u. a. m. Das Mur- meltier wird schon von der Embser-Chronik für die Grafschaft Vaduz als Murmelthier und Mormetle belegt, fehlt aber ebenfalls in der Flur- namengebung. Vögel — Aves Das Federwild, jagdbar oder nicht, kommt recht zahlreich bei uns in Flurnamen vor, doch interessanterweise nicht der König der Lüfte, der Adler. Es ist mir unbekannt ob zu früheren Zeiten immer zwischen dem Steinadler und den Geierarten unterschieden wurde. Jedenfalls er- scheinen die heute in Mitteleuropa ausgerotteten Geier (Gier) — am ehesten der Bartgeier — Gypaetus barbatus — in einigen Flurnamen. Einen Hinweis auf das belegte Vorkommen des Bartgeiers gibt die folgende Zeitungsnotiz aus der liechtensteinischen Landeszeitung vom Juli 1863: «Vor einigen Tagen erlegte der Jäger Lampert am Triesen- berg zwei junge Lämmergeier im Neste. Einer stürzte aus demselben und wurde hierhergebracht. Er war beinahe ausgewachsen. Die Spann- weite seiner Flügel beträgt gegen 5 Fuss.» Die Flurnamen mit «Geier» beschränken sich nicht nur auf den Gebirgsraum, was die folgenden Flurnamen belegen: Girenstein, Hahnenspiel Vaduz; Girensteinboden, Vaduzer Malbun; Girensteinzug, Vaduzer Malbun; Guschner Gir Balzers; oder Würznerhorn, (gir fügt sich hier besser zum lateinischen giro — vereinzelter Fels, als zu Geier (11); Girennest, Balzers; Gierenbüchel, Mauren; Gierengruber, Ruggell. Nach Stucki (40) bezeichnet «Gir» auch andere grössere Greifvögel, so u. a. den Steinadler und den Habicht. 270
        

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