STEINBOCK — Capra ibex Kein Flurname weist auf den Steinbock hin, dem Wappentier von Hohenems, Tosters und Rheineck. Die Maruler mussten im 16. Jahr- hundert bei jeder Neuvergabe der Lehen einen mindestens 12-jährigen Steinbock an die Herrschaft abliefern (29). In der Embser-Chronik wird er nicht mehr erwähnt. Erst in neuester Zeit, seit zwei Jahren, ist ein kleines eingewandertes Rudel in unserem Alpenraum wieder zu be- obachten (6). GAMSWILD — Rupicapra rupicapra Die Garns hat sich hingegen in unseren Flurnamen niedergeschla- gen. So Gamswald, bei Steg; Garns grat, Ochsenkopf-Malbun; Gamslafina, bei Balzers; Gamsleck, Schaan (Efiplanknertobel); Gamstobel, auf Balzner Besitz im Bündner Gebiet (Gambs Tobel 1821). Ein Gambs Berg auf der ältesten Spezialkarte Liechtenstein von 1721 (13) weist vermutlich auf den heutigen Ochsenkopf hin. Ebenso könnte die Bockweid in der Lawena (Triesen) auf den Gamsbock hinweisen (oder Geissbock?). In Liechtenstein ist die Gemse auch heute noch vom Talraum (Ellhorn, St. Katharinabrunnen bei Balzers) bis zu den höch- sten Gipfeln zahlreich vertreten und es werden jährlich ca. 100 Gemsen erlegt. Indirekt auf ein Wildvorkommen weisen Orte hin, wo natürliche Salzlecken bestehen, die von Gemsen besucht werden. So Gleck, Triesenberger Garselli; Leckete Stein, Maurerberg; Geleck, Lawena (Triesen), ev. künstliche Salzlecke für Ziegen ? Die Bedeutung des Flurnamens Tiergarten (in dem Thiergarten 1649) an der Gemeindegrenze Eschen-Mauren bleibt wohl einstweilen unklar (ebenso gibt es einen Tierwingert). Immerhin gibt es auch «Tiergärten» im Kt. Obwalden (30), wo sie teils als natürliche Geländekammern 268
        

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