Wir finden den Bären heute noch in einigen Flurnamen verewigt, so im im Schaaner Gemeindewald gegen Planken, urkund- lich belegt: zu den Beren 1513, Vaduzer Alparchiv Nr. 19 der Beren 1513, Schaaner Gemeindearchiv Nr. 7; am Maurerberg und im Vaduzer Malbun; im Balzner Guschgfiel ebenso im Balzner Guschgfiel; auf Gapfahl (Balzers) und Valüna (Triesen); = Vall(is) urs(orum) = Bärental; Falorss 1643 Vaduzer Alparchiv. Somit finden sich alle unsere Bären-Flurnamen weitab von den Siedlungen in montanen und alpinen Rückzugsgebieten, mit Ausnahme des Schaaner Bärenbodens, der vielleicht, wie schon Ospelt (32) ver- mutet, auf die Waldfrucht (Beeren) zurückzuführen ist. 
Bärenboden, Bärenlöcher, Bärenlöcher, Bärenstein, Bärentobel, Bärenwang, Valorsch, WOLF — Canis lupns Der Wolf wird noch in der Embser Chronik (38) 1616 für die Ge- gend von Bludenz als Standwild erwähnt. J. R. Steinmüller (39) schreibt 1822: «Die Wölfe flössten in den älteren Zeiten in allen nördlichen Gegenden durch ihre grosse Menge, durch ihre reissende Art und Stärke, durch den unter Herden und Menschen erregenden grossen Schaden vorzügliche Furcht und Schrecken ein». Er schreibt weiter: «Zu Conrad Gessners Zeiten, hausten die Wölfe auch im Rheintale des Kantons St. Gallen. Nach seinem Berichte gab es dort, nebst der ge- wöhnlichen Art, noch eine schwärzliche, grösser und stärker als die gemeine». Im Nachtrag von G. L. Hartmann heisst es, dass der Wolf noch in der Mitte des 18. Jahrhunderts überall in der östlichen Schweiz nach- zuweisen war. 1811 wird im Kleinen Walsertal der letzte Wolf erlegt. 1821 klagen die Alpgenossen der Alpen Formarin, Radona und Taun- leger, dass ein Wolf in ihren Alpen sein Unwesen treibe (42). Spätere Meldungen sind nicht bekannt. Somit ist der Wolf das erste Grossraub- wild, welches in unserer Region ausgerottet wurde. 263
        

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