am Morgen fütterte er das Vieh gar nicht mehr, sondern band die Tiere los und trieb sie zur Hütte hinaus, dem Steg entgegen. Es war auch ein Scheck daunter. Als er das letzte Stück aus dem Stall trieb, waren die anderen schon draussen auf Jöraboden. Auf dem Weg in den Steg sah er, wie der Scheck im Bach lag und alle vier Beine in die Höhe streckte. Er dachte: Scheck, du bist, wo du bist, ich gehe ! Als der Bauer in den Steg zu seiner Hütte kam, war der Scheck mit dem anderen Vieh schon im Stall. Bald darauf starb der Bauer. ZUR UNZEIT IM MALBUN 28 Ebenso wie die Bauern nicht nach Weihnachten im Malbun bleiben durften, galt es als Unzeit, wenn sie hineingingen, bevor man das Halleluja sang, also vor Ostern. Ein Bauer achtete nicht darauf und wollte in der Karwoche in seiner Hütte die Stallbrücke neu zimmern. Wie er bei den Horlaubenen, also beim Kälberstall, hinaufging, hörte er in der Fluhdohle droben ein Singen, und als er in der Hütte bei der Arbeit war, flogen die Scheiter im Stall nur so durch die Luft. Bald bekam er keinen Atem mehr, und er hielt es nicht länger aus und zog eilig dem Tale zu. Nachklang der Geschichte DIE TAUSEND R EITER 29 Einmal ging ein Knabe, ein Fronfastenkind, von Balzers mit zwei Männern auf die Alpe, um dort seinen Vater zu besuchen. Als sie in der Langgass in Triesen vorwärtsschritten, sprang auf einmal der Knabe auf die Seite und rief: «Fliehen, fliehen !» Nach etwa fünf Minuten kam der Knabe wieder und sie gingen weiter. 247.
        

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