mit einem ganz geschwollenen Kopf zurück. Als der Pfarrer davon hörte, liess er den Eingang zumauern, und niemand weiss heute mehr, wo der geheimnisvolle Gang gewesen ist. .DAS SEEMÄNNLE Im tiefstgelegenen Dorfteil von Triesen, im sogenannten Fröschen- loch, stand einmal eine Gerberei, und heute heisst es dort noch die «Gerbe». Arme Menschen lebten im Hause, und in ihrer Not erschien ihnen einmal das Seemännle und versprach ihnen Geld und Reichtum, wenn sie drei Nächte und drei Tage ununterbrochen wach blieben. Sie waren natürlich froh und mühten sich ab, die Bedingung zu erfüllen. Als sie in der dritten Nacht vom Schlafe übermannt wurden, stützen sie die Augenlider mit Holzstäbchen und schliefen nicht ein. Da erschien ihnen das Seemännlein wieder, einem Gerber aber kam es nicht geheuer vor, und er lief zum Frühmesser, der im Rufe grosser Frömmigkeit stand, und berichtete ihm. Der Geistliche kam und sprengte mit den Worten «Gelobt sei Jesus Christus» Weihwasser über alle aus. Das Seemännlein verschwand — und mit ihm das Geld. Es wird wohl der Teufel in verkleideter Gestalt gewesen sein. DAS EICHENMÄNNLE Von Mauren führt am Berghang ein alter Weg über Rofenberg nach Bendern, und früher standen viele hohe Eichen in dieser Gegend. Wer dort ging, wurde manchmal mit Eicheln beworfen, und er hörte den Ruf: «Gutzko, di hommer o !» Wenn er dann in die Höhe schaute, sah er in einer Baumkrone ein grünes Männle, das von einem Ast zum anderen sprang und kicherte. Ein paar Augenblicke später sass es auf einer anderen Eiche, weit weg von ihm. Es wird wohl ein Waldgeist gewesen sein, der Wanderer irreführte. 244
        

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