mission abzuordnen, um die lokalen Verhältnisse einer eingehenden Besichtigung zu unterziehen. Um dieser Kommission die Arbeiten zu erleichtern, beehre ich mich weiters, heute schon auf die mitfolgenden zwei Pläne und die zuliegenden Erläuterungen aufmerksam zu machen. Indem ich noch bitte, mich die Entscheidung des Hohen Bundesrates in diesen Fragen möglichst bald wissen zu lassen, versichere ich den Hohen Bundesrat meiner ausgezeichnetsten Hochachtung.» Gutachten der Zollkreisdirektion Chur und Grenzbegehung Schon am 23. März erklärt sich der Bundesrat grundsätzlich bereit, auf Verhandlungen über den Zollanschluss einzugehen, und die Ober- zolldirektion in Bern wird mit der Ausarbeitung eines Vertragsentwur- fes beauftragt. In einem umfangreichen Berichte schildert die Zollkreisdirektion III in Chur ihrer vorgesetzten Behörde die rechtlichen, politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse Liechtensteins. Interessant an diesem Gut- achten vom 21. April ist besonders die Darstellung unserer Wirtschafts- lage: «Den grössten Reichtum des Landes bilden die zahlreichen Alpen, welche die Grundbedingung für die beträchtliche Viehzucht sind. Auch die grossen und schönen Wälder liefern unter der sorgfältigen Ober- aufsicht des Staates schöne Erträgnisse, sodass das Land Nutz- und Brennholz ausführen kann. Daneben liefert es auch grosse Mengen Rietstreue aus den Rheinniederungen. Viele Liechtensteiner und Liechtensteinerinnen wandern jährlich aus, um als Maurer, Gipser, Waldarbeiter, Dienstmädchen etc. nament- lich in der Schweiz ihr Brot zu verdienen und Ersparnisse zu machen. Andere gehen täglich in die Schweiz zur Arbeit.» Der Wandel und Aufstieg unserer Wirtschaft im letzten halben Jahrhundert kann aus diesen Worten in klarster Form abgelesen wer- den. Immer wieder werden in den Verhandlungen mit Bern von unse- ren Vertretern zwei Sorgen geltend gemacht: Der Absatz des Viehes und die Möglichkeit der Arbeiter, in der Schweiz Beschäftigung zu finden. Vom 23. bis 30. Mai findet nun die eingehende kommissionelle Be- gehung unserer Grenzen statt, die den Zweck hat, den Bedarf an Perso- 24
        

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