Otto von Sonnenberg schloss sich Georg Vaistli dem letzteren an.29 Er steht daher auf einer Liste der Gegner Ludwigs von Freiberg vom 18. Oktober 1475. In der betreffenden Urkunde wird Georg Vaistli als Pöni- tentiar bezeichnet; wenn überhaupt, so hat er dieses Amt aber nur kurze Zeit innegehabt. Es fehlen dafür jegliche andere Belege. Die letzte Urkunde, in der Georg Vaistli als Notar handelt, ist vom 25. August 1487; doch ist er noch 1491 im Steuerbuch der Stadt Kon- stanz genannt, wo sein Name seit 1492 fehlt. Georg Vaistli ist daher aller Wahrscheinlichkeit nach um 1491 in Konstanz gestorben. Über die persönlichen Verhältnisse, insbesondere über die Vermö- gensverhältnisse Georg Vaistlis in Konstanz wissen wir einiges zu be- richten. Im Jahre 1453, also sieben Jahre nachdem er sich erstmals in Konstanz nachweisen lässt, kauft er das Haus «zum Kampf» (Konradi- gasse Nr. 12; Schreibergasse Nr. 66), als dessen Inhaber er bis 1491 nachweisbar ist.30 Seinen Namen hat das Haus nach einer entsprechen- den Bemalung, einer Darstellung eines Zweikampfes (Gottesurteil vor Gericht).31 In diesem Hause wurden auch teilweise die Notariatsakte Vaistlis aufgenommen, so zum Beispiel das Instrument vom 23. Juni 1477 «in civitate Constantiensi provinciae Maguntinae et ibidem in stuba propriae domus mei notarii publici.»32 Als Hauseigentümer scheint Georg Vaistli in den Konstanzer Steuer- büchern auf. Im Jahre 1460 zahlt er für seine Gesamthabe, liegendes und fahrendes Gut, deren Wert mit 250 Pfund veranschlagt wird, 7 Schilling und 6 Pfennig sowie weiters 1 Schilling und 9 Pfennig vom «hus zum Kampf»33; dasselbe zahlt er 1470.34 1480 zahlt er 1 Pfund und 6 Schilling.35 1490 hingegen ist nur mehr ein Betrag von 8 Schilling von «Vaistlis hus» eingetragen.30 29 Urkunde vom 18. Oktober 1475 (vgl. Anhang Nr. 14). 30 Konrad Beyerle und Anton Maurer, Konstanzer Häuserbuch, Heidelberg 1908, 2. Bd., S. 376. 31 Ebenda, S. 376, Anm. 1. 32 Urkunde vom 23. Juni 1477 (vgl. Anhang Nr. 15). 33 Die Steuerbücher der Stadt Konstanz, 1. Teil: 1418-1460, Konstanz 1958, S. 210, Nr. 326 und 827. 34 Ebenda, 2. Teil: 1470 -1530, S. 14, Nr. 777 und Nr. 778. 35 Ebenda, S. 45. Nr. 741. 36 Ebenda, S. 74, Nr. 799. 222
        

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