lieh eine endgültige Fassung des Artikels zustande. Er wurde am 24. Februar 1939 vom Bundesrat genehmigt und der fürstlichen Regierung in einer Note des Eidgenössischen Politischen Departements mitgeteilt. Der neue Artikel lbis lautete : «Konzessionen 1. Auf Grund des Post-, Telegraphen-, Telephon- und Radioregals können von den zuständigen schweizerischen Behörden und Amts- stellen Konzessionen an Dritte erteilt werden. 2. Handelt es sich um Konzessionen für die gewerbsmässige Reisen- denbeförderung mit regelmässigen Fahrten oder um Konzessionen für die Erstellung und den Betrieb von Rundspruchsendeanlagen, so wird sich die Konzessionsbehörde bei Erteilung, Abänderung oder Kündi- gung einer Konzession, sowie bei hoheitlichen Verfügungen wie Ein- stellung, Beschränkung, Überwachung des konzessionierten Betriebs mit der Fürstlich Liechtensteinischen Regierung ins Einvernehmen setzen und, soweit nicht wichtige schweizerische oder internationale Interessen entgegenstehen, ihre Begehren berücksichtigen.» Gleichzeitig betonte der Bundesrat auch, «dass die neue Bestim- mung nicht die Festsetzung einer neuen Rechtsordnung, sondern nur die Normierung eines bereits bestehenden Rechtszustandes» bedeute.253 Die fürstliche Regierung teilte diese Auffassung und bestätigte sie zu- sammen mit dem Text des Artikels lbis in einer Antwortnote an das Eidgenössische Politische Departement.254 Der Weg zur Erteilung der Konzession war dadurch allerdings noch längst nicht geebnet. Die Generaldirektion PTT verlangte von der Lirag immer wieder zusätzliche Auskünfte. Schliesslich übermittelte sie knapp fünf Monate nach dem Notenwechsel der beiden Regierungen am 4. September 1939 den bereinigten Konzessionsentwurf. Wegen Aus- bruch des Zweiten Weltkrieges kam es jedoch nicht mehr zur Kon- zessionserteilung.255 253 LRA 166/73, Abschrift der Note des Eidgenössischen Politischen Departe- ments an die Regierung v. 3. 3. 39. 254 LRA 166/73, Note der Regierung an das Eidgenössische Politische Depart- ment v. 14. 4. 39. 255 LRA 166/73, Schreiben Bundesrat Enrico Celio an Heinrich Liechtenstein v. 26. 12. 45. 188
        

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