Einmal bereitete man im Senderhaus alles vor, um einen 2,5 kW-Kurz- wellensender zu installieren und zum zweiten richtete man sich darauf ein, dass man im Herbst 1940 mit dem Betrieb einer grösseren Station be- ginnen könnte. Die beiden Ingenieure verhandelten auch mit Architekt Rheinberger über den Bau eines grösseren Senderhauses. Da die Zeit aber drängte, besprach man auch die Möglichkeit, ein bereits bestehendes Haus als Senderhaus zu mieten und entsprechend umzubauen.2''4 Durch die zunehmende Verschlechterung der politischen Lage aber wollte die Arbeit nicht mehr vorangehen. So kam es in der Folge nur noch zu Versuchssendungen,235 die grosse KW-Station blieb ein Wunsch- traum. IV. GRÜNDUNG DER LIRAG Schon der Vertrag, den die fürstliche Regierung am 25. September 1937 mit Roditi und Mills 6 Rockley abgeschlossen hatte, sah in Ziffer 10 vor, dass «eine in Liechtenstein zu gründende Rundspruchgesellschaft» für den Betrieb des Senders zuständig sein sollte.23" Am 20. Februar 1939 wurde die «Liechtensteinische Rundspruch- Aktiengesellschaft» gegründet. George T. Mills übernahm 500 Aktien zu 100 Franken, das Aktienkapital war voll einbezahlt. Verwaltungsräte der Lirag waren «fürstl. Justizrat Dr. Dr. L. Marxer, Rechtsanwalt in 234 AM, Roditi, Schreiben F. Ritter an Kenmore v. 31. 7. 39: «... Mr. Robin glaubte, dass ein dem Vorsteher Ospelt gehörendes Haus an der Land- strasse bei der Pension Strub als Senderhaus geeignet sein könnte, aber sowohl aus Raumgründen wie hauptsächlich wegen des fast rechten Winkels, den die Zuleitungen zur Antennenrichtung einschlösse, ver- neinte Ing. Ludenia diese Möglichkeit entschieden, machte aber den Vor- schlag, dieses Haus als Studiohaus zu benützen. Da es bei der Besichti- gung für diesen Zweck durchaus geeignet erschien, wird Vorsteher Ospelt die Pläne nach Berlin senden, damit dort die eventuell nötigen, baulichen Veränderungen projektiert werden können. Ospelt würde für das ganze Haus sfrs. 380.00 monatlich fordern. Dabei wäre noch Platz für eine Wohnung von Mr. Robin oder den Techniker. Sein Vorzug liegt besonders in sehr dicken, schallundurchlässigen Tuffmauern, die sehr zur Verrin- gerung der Schallisolationskosten beitragen würden . . . ». 235 AM, Roditi, Schreiben F. Ritter an Kenmore v. 19. 4. 39. 236 Vertrag s. o. S. 151 ff. 183
        

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