dessender aus dem nämlichen Grund wenige Wochen nach dem Erfolg von Montreux.230 4. Vorarbeiten für den Kurzwellensender Noch bevor man die Probesendungen auf der internationalen Gleichwelle 209,9 m aufnahm, begann man auch mit den Abklärungen für einen Kurzwellensender, mit dem man ja die eigentliche Absicht231 verwirklichen wollte. Mit der Firma Lorenz wurden anfangs 1939 Ver- handlungen über die Lieferung der Kurzwellenstation geführt. Der po- litischen Lage wegen trafen sich Mills und Kenmore mit einem Major Schmidt von Lorenz im holländischen Seebad Scheveningen.232 Eigent- lich hatten sie den grossen Sender in Amerika bestellen wollen. Aüf Intervention der fürstlichen Regierung wurde dann aber doch mit der deutschen Firma Lorenz verhandelt. Man hoffte, Berlin würde gegen den Sender keine Einwände haben, wenn der Lieferungsauftrag nach Deutschland ginge.233 In Vaduz wurden Abklärungen an Ort und Stelle vorgenommen. Lo- renz entsandte Ingenieur Ludenia, Roditi einen Ingenieur namens Robin. 230 AM, Roditi, Schreiben F. Ritter an Kenmore v. 19. 4. 39; Schreiben F. Ritter an Regierung v. 3. 1. 40; Schreiben F. Ritter an Regie- rung v. 7. 7. 43. 231 Zur Absicht s. o. S. 137. 232 Pers. Angaben Kenmores a. d. Verf. am 3. 11. 72. 233 AM, Roditi. Schreiben Kenmore an Marxer, v. 23. 5. 39. Dem Schreiben war eine Abschrift eines Briefes beigelegt, den Kenmore gleichentags an Regierungschef Dr. Hoop gerichtet hatte. Darin heisst es: « . . . Ein Haupt- grund, der uns veranlasst hat, die Verhandlungen mit Lorenz A. G. wieder aufzunehmen, war die Tatsache, dass Sie, sehr geehrter Herr Regierungs- chef, bei meinem letzten Dortsein erwähnt haben, dass Deutschland Schwierigkeiten gemacht habe und für die grosse Station machen könnte. Sie können sich denken, nachdem ich mit Herrn Mills hierüber gespro- chen habe, dass er meine Absicht, doch um jeden Preis nichts zu unter- nehmen, was die Deutschen verärgern könnte, teilt und wir glauben, dass Sie bei Ihren Verhandlungen in Berlin viel stärkere Unterstützung finden, wenn wir einen derartigen grossen Exportauftrag nach Deutschland an- statt nach Amerika geben. Wir glauben in Ihrem Sinne zu handeln, da wir alle nur das gleiche Interesse haben und Lorenz A. G. zugesagt hat, Sie in Berlin auf das Weitgehendste zu unterstützen, falls der Auftrag nach Deutschland geht...... 182
        

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