meiden.»191 Später stellte sich heraus, dass die Ursache des Brummens beim Sender Kaiserslautern zu suchen war, der auf der gleichen Fre- quenz arbeitete. Es war ein sogenanntes Interferenzbrummen, das sich schon in relativ kurzer Entfernung zum Sender (Balzers, Schellenberg, Steg) besonders bei Einbruch der Dunkelheit unangenehm bemerkbar machte. Weiter entfernt wiederum wurde der Sender gut gehört. Die entferntesten Meldungen über guten Empfang kamen aus Lenzerheide und Bregenz, der beste Hörbereich erstreckte sich von Ragaz bis Alt- stätten.192 Weitere Probleme kamen dazu: Schon ungefähr einen Monat nach Beginn der Sendungen brannte ein Kondensator durch193 und am 21. November 1938 brachte ein Föhnsturm den Sendemast zu Fall.194 Beide Schäden verursachten mehrtätige Unterbrechungen im Sendebetrieb. Auch die bauliche Ausrüstung des Sendergebäudes Hess zu wün- schen übrig. So mussten nachträglich zwischen Studio und Senderraum Doppeltüren eingebaut werden, da der Ventilator des Senders allzu- grossen Lärm verursachte. Im Studio selbst wurden Spannteppiche ver- legt um den Raumhall zu dämpfen. Schliesslich machte sich auch der Mangel an Schallplatten bemerkbar. Kenmore hatte für den Anfang den Kauf von nur 20 Platten bewilligt, die zusammen eine Spieldauer von 2 Stunden ergaben. «Diese», so schrieb Dr. Ritter an Kenmore, «hätten wir immer wieder spielen müssen; so haben wir (Ehrenhaft und Ritter, d. Verf.) uns denn entschlossen, bis heute 160 Stück Platten anzu- schaffen, die jedoch bereits derart oft gespielt wurden, dass die Wieder- gabe sowohl technisch wie programmatisch kaum mehr zu verant- worten ist . . . ».195 191 AM, Roditi, Schreiben F. Ritter an Kenmore v. 27. 10. 38. 192 AM, Roditi, Schreiben F. Ritter an Regierung v. 26. 2. 39. 193 AM, Roditi, Schreiben F. Ritter an Kenmore v. 27. 10. 38. 194 AM, Roditi, Schreiben F. Ritter an Kenmore v. 25. 11. 38; Liechtensteiner Volksblatt v. 24. 11. 38: In dieser Ausgabe findet sich eine kurze Notiz über einen heftigen Föhnsturm am 21. 11. 38. 195 AM, Roditi, Schreiben F. Ritter an Kenmore v. 25. 11. 38. 174
        

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