18.00 Die liechtensteinische Flora. 18.30 Berühmte Sänger (Schallplatten mit Einführungen). 18.45 Frauenstunde. 19.15 Weltpolitische Umschau. 19.30 Wetter 19.45 Schluss». Zur Verwirklichung dieser Programmideen freilich kam es nie. Statt 2 — 3 Stunden täglich zu senden, musste sich Dr. Ritter auf eine Stunde beschränken.187 Auch war das Programm bedeutend weniger aufwen- dig, als er sich dies in seinem Entwurf vorgestellt hatte. Aus der einzi- gen, in den Liechtensteiner Zeitungen veröffentlichten Vorschau geht hervor, dass in der Zeit von 20 bis 21 Uhr gesendet wurde,188 und zwar «ein in der Hauptsache musikalisches Unterhaltungsprogramm».189 2. Technische Schwierigkeiten Die Reaktion in der Öffentlichkeit aber war im grossen und ganzen positiv,190 obwohl die Übertragungsqualität zum Teil zu wünschen übrig Hess. Auch Dr. F. Ritter machte diese Erfahrung und schrieb nach 187 AM, Roditi, Schreiben F. Ritter an Regierung v. 26. 2. 39. 188 Liechtensteiner Volksblatt v. 19. 11. 38; Liechtensteiner Vaterland v. 19. 11. 38 : «Radio Liechtenstein. Programm im Rahmen der Probesendungen, Sendezeit von 8 — 9 Uhr abends: Samstag, 19. Nov. 8-9 Uhr : Kapelle Vaduz Sonntag, 20. Nov. 8 — 9 Uhr : «Die Werdenberger Buaba», Grabs Montag, 21. Nov. 8 — 9 Uhr : Programme nach Ansage Dienstag, 22. Nov. 8 —9 Uhr: Programme nach Ansage Mittwoch, 23. Nov. 8 — 9 Uhr : Konzertstunde (Gesang, Tenor mit Klavierbegleitung)». 189 AM, Roditi, Schreiben F. Ritter an Regierung v. 26. 2. 39. 190 Liechtensteiner Volksblatt v. 5. 11. 38: «... ein Programm, von dem zahl- reiche, freundliche Zuschriften und noch mehr telefonische Anrufe und Kundgebungen von Wünschen besagen, dass es gefällt... ». Dass es zahlreiche Reaktionen gab, ist immerhin erstaunlich, nachdem es per 31. Dezember 1938 in Liechtenstein nur 820 konzessionierte Radio- hörer gab. (LRA 166/73 Auskunft der Kreistelegraphendirektion St. Gallen an die Regierung). 172
        

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