«Der Bundesrat hat den Vor- schlag der Liechtensteinischen Regierung wohlwollend geprüft. Von dem Wunsche beseelt, mit dem Fürstentum die besten und intimsten Beziehungen zu pfle- gen, ist die schweizerische Re- gierung gerne bereit, die Ange- legenheit weiter zu verfolgen, und wir beehren uns, der Fürst- lichen Regierung die Ernennung einer Kommission vorzuschla- gen, welche die Frage in allen ihren Einzelheiten prüfen sollte. Ihrerseits würde die Schweiz je einen Vertreter folgender De- partemente ernennen : Finanz, Post, Justiz und Polizei, Volks- wirtschaft. Sollte dieser Vor- schlag Iher Regierung genehm sein, so gewärtigen wir gerne die Bezeichnung der oder des liechtensteinischen Delegierten.» Wie aufrichtig die Versiche- rung der Freundschaft und des Entgegenkommens war, konnten wir bald darauf erfahren: Unsere Gesandtschaft überreichte am 21. Ok- tober dem Eidgenössischen Politischen Departement ein Gesuch, die Interessenvertretung unseres Landes und seiner Staatsangehörigen zu übernehmen. Schon am 27. Oktober beschloss der Bundesrat, diesem Ansuchen stattzugeben, und die Gesandtschaften und Konsulate der Schweiz wurden sogleich davon verständigt. Am 22. November kann Dr. Beck aus Bern melden: «In materieller Beziehung steht der Bundesrat, wie mir Herr Lardy mitteilte, auf dem Standpunkt, dass der Abschluss der angeregten Verträge mit dem Fürstentum nicht mehr eine politische Frage ist, sondern lediglich eine technische. Vom politischen Gesichtspunkt bestehen keine Bedenken. 
Univ. Prof. Dr. Emil Beck, Legationsrat, Liechtensteinischer Geschäftsträger in Bern 18
        

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