B. Der Liechtensteinische Landessender 1. VORAUSSETZUNGEN 1. Der Vertrag mit Lorenz Noch während die Verhandlungen mit der Generaldirektion PTT im Gange waren, fuhr man bei Roditi mit den Vorarbeiten fort. Die ge- plante Sendestation sollte möglichst rasch gebaut werden. Bereits am 7. Oktober 1937 wurde in Paris14'' zwischen der Firma C. Lorenz AG, Berlin-Tempfelhof und dem Syndikat, bestehend aus den Firmen Roditi International Ltd., London und Mills & Rockley Ltd., Coventry, ein Vertrag über die Lieferung der Sendeanlagen paraphiert. Lorenz verpflichtete sich, den kleinen Sender für die Welle 209,9 m unverzüglich zu bauen und zu liefern. Gegen die Zusage, dass das Syn- dikat später auch den Gross-Sender bei Lorenz beziehen würde, verein- barte man auch, dass der Kaufpreis von 2'072 Pfund Sterling für zwei Jahre gestundet und nur Frachtkosten, Montage und Ersatzteile — ins- gesamt 925 Pfund — in Rechnung gestellt würden. Am 2. Dezember wurde der Vertrag von Kenmore in London unterzeichnet. Der Anhang sah vor, das Studio mit einem Kondensatoren-Mikrophon und zwei Kohlemikrophonen auszurüsten. Im Kontrollraum sollten ein Misch- und Kontrollverstärker sowie die notwendigen Netzgeräte zur Lieferung der Betriebsspannung und ein Doppelplattenspieler mit Überblendungs- einrichtung installiet werden. Als Sender war ein dreistufiger Telefonie- sender mit einem Wellenbereich von 45 bis 275 Metern vorgesehen, dessen Frequenz fix auf 209,9 Meter eingestellt sein sollte.147 Nach der Unterzeichnung des Vertrages glaubte Kenmore, dass die Sache nun recht schnell voran gehen würde. Schon wenige Tage nach der Paraphierung schrieb er an Marxer: «... Sie können schon veran- lassen, dass S. E. der Bischof von Kur (sie!) an Weihnachten die kleine Station in Vaduz eröffnet.»148 146 AM, Roditi, Schreiben Kenmore an Marxer v. 14. 10. 37. 147 AM, Roditi, Vertrag des Syndikats mit Lorenz v. 7. 10. 37. 148 AM, Roditi, Schreiben Kenmore an Marxer v. 14. 10. 37. 160
        

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