In ihrer Sitzung vom 5. Oktober genehmigte die Regierung sowohl den Vertrag als auch die im Nachtrag enthaltenen Bestimmungen.135 V. DER KAMPF MIT DER GENERALDIREKTION PTT (Vorbemerkung: Die Verhandlungen mit der Generaldirektion der schweizerischen PTT-Betriebe erstreckten sich über Jahre hinaus. Das zur Verfügung stehende Aktenmaterial und die Komplexität der staats- rechtlichen Probleme würde den Rahmen der vorliegenden Arbeit spren- gen. Über die Gespräche wird deshalb nur summarisch berichtet, soweit es für das Verständnis der übrigen Zusammenhänge notwendig ist. Die Verhandlungen selbst würden Stoff für eine weitere, interessante Arbeit hergeben). Dass mit Abschluss des Vertrages der Weg zum liechtensteinischen Sender noch lange nicht geebnet war, zeigte sich in den anschliessen- den Konzessionsverhandlungen mit der Schweiz. Nachdem die General- direktion der Post- und Telegraphenverwaltung schon am 22. Februar 1937 die Erteilung der Konzession zum Betrieb eines Senders auf der Internationalen Gemeinschaftswelle 209,9 m in Aussicht gestellt hatte,136 suchte Regierungschef Hoop schon bald nach Vertragsab- schluss um die entsprechende Konzession nach.137 In Bern allerdings hatte man es überhaupt nicht eilig. Nachdem man die Konzession vor- erst mündlich auf Mitte Dezember zugesagt hatte,138 zogen sich die Verhandlungen über Monate in die Länge. Am 29. Dezember 1937 fand in Vaduz eine Besprechung zwischen Regierungschef Dr. Hoop und Landtagspräsident Frommelt einerseits und Vertretern der GD PTT statt.139 Sie besprachen einen ersten von der GD PTT gelieferten Kon- zessionsentwurf.140 135 Stempel auf der Rückseite von Vertrag und Nachtrag. 136 s. o. S. 128. 137 AM, Roditi, Schreiben Hoop an GD PTT v. 19. 10. 37. 138 AM, Roditi, Schreiben Marxer an Kenmore v. 7. 12. 37. 139 LRA 166/73, Schreiben Hoop an Marxer v. 3. 1. 38: Das Schreiben nennt die Vertreter der GD PTT: - Chef Rechtsabteilung GD PTT, Dr. Buser, - Chef techn. und Radioabteilung GD PTT, Keller. 140 LRA 166/73, Konzessionsentwurf. 157
        

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