Unterstützung (nicht finanzielle) bei der Besorgung einer geeigne- ten Kurzwelle und Ausgestaltung des Sendebetriebes.»121 f) Leonard erhöht sein Angebot Am selben Tag befand sich auch Leonard in Vaduz, nicht aber um — wie er dies seinen Konkurrenten angeraten hatte — seine Offerte zurückzuziehen, sondern um die Geschehnisse im Auge zu behalten. In einem Gespräch mit Regierungschef Hoop hatte er seine Offerte nochmals bestätigt. Es ist wahrscheinlich, dass er dabei von der Offerte Roditi erfuhr, die mit einer Konzessionsgebühr von 20'000 Pfund um 5'000 Pfund über jener von Allen & Sons und seiner eigenen lag. Leo- nard telefonierte daraufhin mit London und erhöhte sein Angebot gleichentags um 5'000 Pfund.122 Dies alles geschah, während Tremoulet in Paris versuchte, Charles Roditi zum Rückzug und zur gemeinsamen neuen Offerte zu bewegen. Roditis Vorsicht also zahlte sich aus. Als er Tremoulet am andern Morgen aufsuchte, um ihm abschlägigen Bescheid zu geben und ihm mitzuteilen, dass die Gruppe Roditi in Vaduz eben eine neue Offerte eingereicht hätte, erfuhr er von ihm, dass Leonard ebenfalls eine neue Offerte gemacht hätte, die genau jener von Roditi entspräche.123 III. DIE ENTSCHEIDUNG 1. L a n d t a g s s i t z u n g v o m 2 8 . J u 1 i 1 9 3 7 Es war Mittwochmorgen, der 28. Juli, als der Landtag zusammen- trat, um über die verschiedenen Offerten der Radio-Interessenten zu beraten. Die Sitzung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit satt. Als die Sitzung eröffnet war, ergriff Regierungschef Dr. Hoop als erster das Wort. Er schilderte den Abgeordneten, dass die Regierung in 121 LRA 158/56, Angebot des Syndikats an die Regierung v. 27. 7. 37. (Laut Kursnotizen der damaligen liechtensteinischen Zeitungen entsprachen die angebotenen 20'000 £ 430'000 sfr.). 122 LRA 158/56, Schreiben Leonard an Hoop v. 27. 7. 37. 123 AM, Roditi, Schreiben C. Roditi an Ehrenhaft v. 29. 7. 37. 147
        

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