Einen Tag vor der Landtagssitzung rief Tremoulet in Paris auch Charles Roditi an und machte ihm den Vorschlag, alle Konkurrenten sollten ein Syndikat gründen, um gemeinsam eine neue Offerte einzu- reichen. Charles Roditi lehnte ab mit der Begründung, dass er in dieser Sache nicht allein entscheiden könnte und erst mit Roditi International in London Kontakt aufnehmen müsste.120 e) Die Offerte von Roditi Bei Roditi London allerdings dachte man keineswegs daran, sich vom Geschäft zurückzuziehen. Im Auftrage eines Syndikats, bestehend aus den Firmen Roditi International Corporation Ltd. und Mills & Rockley Ltd., reichten Dr. Marxer und Ehrenhaft am 27. Juli 1937 ihre Offerte bei der Regierung ein. Sie sah folgendes vor: «1) Konzessionsgebühr: 20TJ00 £ wie folgt: sofort werden bezahlt bei der Erteilung der Konzession £ 5TJ00.— Im Lande deponiert werden £ lO'OOO.— diese lO'OOO.— £ werden bezahlt, wenn die Kurzwelle zugeteilt, noch weiters werden bezahlt £ 5'000.— bei Inbetriebnahme der Kurzwelle. £ 15'000.— sind mittels Kreditbrief zu Gunsten der Regierung be- reits deponiert. 2) Jährliche Abgaben: 15 % der Bruttoeinnahmen und die ordent- lichen gesetzlichen Steuern an Land und Gemeinde. 3) Dauer der Konzession: Konzessionswerber wünscht 30 Jahre, ist aber in Anbetracht der grossen Schwierigkeiten eine beiden Teilen 120 AM, Roditi, Schreiben C. Roditi an Ehrenhaft v. 29. 7. 37: In diesem als «persönlich und vertraulich» bezeichneten Schreiben schildert Charles Roditi, dass er am 26. 7. 37 in London von Mills (Mills & Rockley) auf- gesucht worden sei. Dieser habe ihm von den Kontakten zwischen den Konkurrenten erzählt. Gleichentags sei Mills von Allen auch zu einem gemeinsamen Mittagessen mit einem Vertreter der IBC eingeladen worden, wo der Vorschlag auf Rückzug der Offerten ebenfalls gefallen sei. Glei- chentags fuhr Charles Roditi nach Paris, wo sich die übrigen, ebenfalls im Brief geschilderten Beeinflussungsversuche ereigneten. 145
        

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