«auf eine Verauktionierung der Konzession... einzulassen».110Der Protest schien die Regierung nicht zu beeindrucken. Als Kenmore zusammen mit Ehrenhaft am 8. Juli nach Vaduz kam,111 weigerte sich Dr. Hoop vorerst, die Ver- treter der Roditi zu empfangen, mit der Begründung, die Konzes- sionsangelegenheit sei erledigt.112 Erst am folgenden Tag11:i erklärte er sich bereit, den Herren Dr. Marxer, Kenmore und Ehrenhaft zehn Minuten einzuräumen. Das Gespräch wurde von Kenmore folgendermassen wiedergegeben: «Regierungschef Hoop hat sei- ne Taschenuhr hervorgeholt und sie demonstrativ auf den Tisch gelegt. Meine erste Frage war: Ist Liechtenstein eine Demokratie ? Er bejahte. Dann fragte ich: Sind Sie dem Landtag gegenüber für ihre Regierungsgeschäfte verantwortlich? Auch dies bejahte er. Dann, sagte ich, dürfen Sie Herrn Leonard die Konzession nicht geben. Hoop schaute mich überrascht an und fragte mich nach dem Grund. Da erzählte ich ihm über unsere Kontakte, die wir mit Leonard gehabt hatten und dass es mich sehr erstaunt hätte, davon zu hören, dass Leonard hinter mei- nem Rücken mit ihm verhandle. Ich sagte: Leonard hat uns betrogen und wird auch Sie betrügen. Daraufhin steckte Hoop seine Taschenuhr ein und unser Gespräch dauerte statt zehn Minuten zwei Stunden.»114 
William Kenmore, Direktor der Roditi International Corp. Ltd. 11973 (Aufnahme N. Jansen. 3. lt. 1972) 110 AM, Roditi, Schreiben Kenmore an Marxer v. 29. 6. 37 (Die Verleumdungen wurden auch in einem Brief an die IBC zurückgewiesen, s. o. Anm. 105). 111 AM, Roditi, Kostennote Marxer an Roditi v. 25. 9. 37. 112 Pers. Angaben W. Kenmores a. d. Verf. v. 3. 11. 72. 113 AM, Roditi, Kostennote Marxer an Roditi v. 25. 9. 37. 114 Pers. Angaben W. Kenmores a. d. Verf. v. 3. 11. 72. 143
        

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