Absicht, einen Kurzwellensender für Automobilisten zu errichten und Nachrichten und Unterhaltungsprogramme auszustrahlen. Ausserdem wollten sie gleichzeitig spezielle Autoempfänger fabrizieren, die auf der Frequenz von Radio Liechtenstein arbeiten würden. Die Gesellschaft sah ihr kommerzielles Interesse hauptsächlich im Vertrieb der Em- pfangsgeräte und glaubte deshalb auf Reklamesendungen verzichten zu können. Trotzdem wünschte sie, dass die Regierung mit ihr zu- sammen alles unternähme, um eine Aufhebung oder zum mindesten eine Lockerung des Reklameverbotes zu erreichen.90 Das Projekt schien Regierungschef Hoop zu gefallen. Jedenfalls gab er eine schriftliche Zusage ab, dass die Konzession während 10 Tagen an keinen andern Interessenten vergeben würde, um so der Roditi Gelegenheit zu geben, eine ausführliche Offerte auszuarbeiten.97 4. Das Tauziehen zwischen IBC und Roditi a) Kontakte Roditi-IBC Bis zur Sitzung mit den Herren des Roditi-Konzerns war Regierungs- chef Dr. Hoop immer noch geneigt gewesen, die Konzession an die International Broadcasting Corporation abzugeben. Nun wendete sich das Blatt, das Angebot Leonards98 nahm sich gegenüber jenem von Allen & Sons99 und jenem der Roditi bescheiden aus. Nach dem 330'000-Fran- ken-Angebot von Allen hatten die Leute von Roditi sogar 350'000 Fran- ken geboten.100 «Unter diesen Umständen», so schrieb Hoop einen Tag 96 LRA 158/56, Schreiben Marxer an Regierung v. 17. 6. 37. 97 LRA 158/56, Schreiben Hoop an Marxer v. 18. 6. 36. AM, Roditi, Schreiben Marxer an Roditi London v. 18. 6. 37. 98 s. o. S. 126 126 ff. 99 s. o. S. 133 f. 100 LRA 158/56, Schreiben Hoop an Leonard v. 19. 6. 37. Zum Vergleich sei der Rechenschaftsbericht 1937 zitiert. Er weist als Staatseinnahmen aus: «Abgaben 1 492 679.75 Post, Telephon und Telegraph 598 383.40 Zoll und Salzmonopol 470 378.74 2 561 441.89» LLB, Rechenschaftsbericht 1937, S. 4). 139
        

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