neuer Rundspruchsender denkbar ungünstig. Erst die allgemeine Er- weiterung der für den Rundspruch freigegebenen Wellenbänder wird vielleicht günstigere Bedingungen schaffen. Hiezu bedarf es einer Ver- ständigung in der nächsten internationalen Radiokonferenz, die im Jahre 1938 stattfinden soll. Wir bedauern lebhaft, dass die Errichtung eines Rundspruchsenders in Ihrem Lande wegen der geschilderten Wellenknappheit in abseh- barer Zeit nicht möglich sein wird».10 Dr. Hoop orientierte Dr. Berger in einem Telegramm über die nega- tive Antwort aus Bern und schickte ihm gleichentags eine Abschrift des Briefes zur Stellungnahme20 Dieser versprach ihm, dass die Stel- lungnahme aus London folgen würde,21 doch genau wie schon Roditi, liess auch IBC vorerst nichts mehr von sich hören. 3. Das Expose Deuring Noch bevor die endgültige, negative Anwort aus Bern eingetroffen war und es um den liechtensteinischen Sender noch hoffnungsvoller ausgesehen hatte, hatte sich Regierungschef Dr. Hoop an Regierungs- rat Dr. Hermann Deuring in Bregenz mit der Frage gewandt, «unter welchen Bedingungen und Umständen die Regierung im Fürstentum Liechtenstein einen Radiosender aufstellen und betreiben» könnte. Am 26. März teilte Deuring der Regierung in einem achtseitigen Schreiben seine Ansicht mit. Gleich zu Beginn verwies er dabei auf den Postvertrag mit der Schweiz und bemerkte: «Die Fürstlich Liechten- steinische Regierung oder sonst jemand im Fürstentum Liechtenstein kann rechtlich nur durch die schweizerische Telegraphenverwaltung die Befugnis erhalten, einen Radiosender zu errichten.» Aber selbst wenn die Schweiz ihr Einverständnis geben würde und selbst wenn Liechtenstein eine Welle zugeteilt erhielte, «begänne dann erst die un- überwindliche Schwierigkeit, die in der Programmbildung liegt. Kein kleines Land ist imstande, ein Radioprogramm auszufüllen, wenn die- ses auch nur wenige Stunden im Tag dauern soll». Ebenfalls wäre die 19 ebda. 20 LRA 158/56, Telegramm und Schreiben Hoop an Berger v. 4. 4. 36. 21 LRA 158/56, Schreiben Berger an Hoop v. 20. 4. 36. 121
        

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