Allerdings wies sie gleichzeitig auf gewisse Schwierigkeiten hin, «deren hauptsächlichste der Mangel einer verfügbaren Welle» wäre. Sie bat, den Interessenten auf diesen Umstand aufmerksam zu machen, in der Hoffnung, dass dieser «vielleicht in der Lage wäre, zur Behebung dieser Schwierigkeiten beizutragen».5 Am 21. Juni gab Dr. Marxer diese Stellungnahme der Regierung an seinen Klienten weiter. Er anerbot sich gleichzeitig, in dieser Sache dessen Interessen wahrzunehmenß und erhielt in der Folge von der Firma Roditi & Sons den Auftrag, «weitere vorbereitende Schritte zu unternehmen» und sich den Vorrang des Roditi-Projektes zu sichern. Auch der Besuch eines Vertreters der Gesellschaft in Vaduz wurde an- gekündigt,7 unterblieb aber in der Folge. Zwar versicherte die Firma Roditi in einigen Briefen, dass sie nach wie vor an dem Projekt inte- ressiert sei. Im Spätherbst des Jahres 1935 aber schlief der anfänglich rege Briefwechsel vollends ein.8 2. Der zweite Interessent Neun Monate nach dem ersten Schreiben von Charles Roditi trat ein neuer Interessent auf den Plan. Am 3. März 1936 erhielt der fürst- liche Kabinettsdirektor Dr. Josef Martin in Wien Besuch von Rene Prinz von Bourbon-Parma und dem Wiener Rechtsanwalt Dr. Richard Berger. Mit der Bitte um strengste Diskretion übergaben ihm die beiden ein Schreiben, dem zu entnehmen war, dass sie im Namen der «Internatio- nal Broadcasting Limited, 11, Hallam Street, Portland Place, London» vorsprachen, um «die Möglichkeit der Errichtung eines Senders in Liechtenstein ... zu besprechen».9 Kabinettsdirektor Dr. Martin telefonierte unverzüglich mit dem Chef der Fürstlichen Regierung in Vaduz, Dr. Josef Hoop, teilte ihm 5 AM, Roditi, Schreiben Regierung an Marxer v. 19. 6. 35. 6 AM, Roditi, Schreiben Marxer an C. Roditi v. 21. 6. 35. 7 AM, Roditi, Schreiben von Franz F. Feldmann von der Fa. Roditi & Sons an Marxer v. 11. 7. 35. 8 AM, Roditi: Den letzten Brief erhält Marxer am 22. 11. 35. Feldmann be- kundet darin erneut sein Interesse am Projekt. Dann hört Marxer bis zum 14. 7. 36 nichts mehr in der Sache. 9 LRA 158/56, Schreiben Berger an Kabinettskanzlei v. 3. 3. 36. 117
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.