Einleissen auf die Strasse zu führen, und ohnentgeltlich herbei- zuschaffen. Zweitens die Eaiserl. Königl. Militär-Vorspann, welche sich jedoch mit Verzeig und Übergebung der Original- Anweisung in dieser Eigenschaft legitimiren müssen. Sonsten aber ist dieser Weggelds-Schuldigkeit Niemande, wessen Stan- des, Amts und Würde gleich derselbe wäre, oder wem das Zug- Reit- oder getriebene Vieh immer zugehörte, unter waserleiy Titel oder Vorwand verschonet, sondern Männiglich dessen unverweigerlich Entrichtung in allweg oblieget. Wobey zuma- len aus seinen vorwaltend besondern Ursachen 8vo. Ausdrücklich verordnet wird, dass keine Weggelds Polliten länger als zweimal 24 Stund für gülti anerkannt, und respek- tiert; Eben von dahero auch derley Polliten von den Weggelds Einnehmeren ihrem vollen Inhalte und sonderheitlich dem Numero und dem Datum nach genau besichtiget, so fort jene, so über zweymal 24 Stund alt, platterdings verworfen, die im geringsten verfälscht, oder sonst mit Grund verdächtig schein- nende hingegen zurückbehalten und die Uberbringere mit Ar- rest oder zu Hinterstellung einer hinlänglichen Ausbürgschaft angehalten, und nach Austragung der Sache vor das Hoch- fürstlich Liechtensteinische Oberamt verwiesen werden sollen. Worauf mithin die Weggelds- Einnehmere um desto eifriger das wachsame Auge zu richten haben, als gewisser ihnen, oder jedem andern, der einen dergleichen Betrügere aufbringet, das Drittel von der hinnach obrigkeitlich zu erkennenden Strafe hinaus bezahlt werden wird. Wie dann auch nicht minder 9no. Seine gleiche Vergeltung und Ergösslichkeit hierdurch jenen zugesagt seyn solle, welche Jemande aufbringen, und nahm- haft machen würden, der sich eine Weggelds-Station ohne Ent- richtung der Tariffmässigen Schuldigkeit zu überfahren unter- fangete; allermassen alle derley Frevler sowohl, als jene, wel- che bei den Weggelds-Stationen die Polliten vorzuzeigen, oder abstreiffen zu lassen, verweigern wollten, in so viel Gulden Straf als viele Kreuzer dieselben an Weggeld zu bezahlen ge- habt hätten, verfallen sind, und hierumen sogleich durch den Weggeld Einnemer selbst gesuchet und exequiret, andere aber, welche gar der Entrichtung des Weggelds sich zu widersetzen, oder den verpflichteten Weggelds-Einnehmeren mit Ungebühr und Grobheit schmächlich oder verächtlich zu begegnen sich gelüsten lassen dürften, unangesehen der Person auf der Stelle angehalten, und dem hiesigen Oberamte zugeleitet werden sollen, um selbe nach Befund des Verbrechens empfindlich abstrafen zu können. Endlich, und 225
        

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