Wachsthum für Holzpflanzen nicht eignen, und das Ortsgericht hat zu ermitteln, wie viele Ziegen oder Schafe auf diese für diese Viehgattun- gen ermittelten Weideplätze aufgetrieben, und wem der Auftrieb gestat- tet werden kann, wobei auf die Armen, denen die Haltung einer Ziege unentbehrlich ist, vorzugsweise Rücksicht genommen werden muss. §• 39. Der Eintrieb einer verhältnissmässigen Anzahl Hornviehs oder Pfer- de darf nur in diejenige Stammwälder gestattet werden, welche dem Maule des Viehes schon entwachsen sind. Waldtheile, welche von dem weidenden Viehe auf was immer für eine Weise beschädigt werden können, oder welche demnächst zur Abholzung bestimmt sind, müssen, mit Ausschluss jeder Weide in strenge Hegung gelegt werden. §• 40. Die Anzahl des in die eigentlichen Waldkörper, in denen nach §. 30 die Waldweide zulässig ist, einzutreibenden Hornviehes oder der Pferde hat im Einverständnis mit dem Waldamte das Oberamt zu bestimmen. Die Ausmittlung, nach welchem Maßstabe die Betheiligung der Einhut- tung an die Gemeindeangehörigen oder Waldgenossen Platz greifen soll, bleibt den Gemeinden und Genossenschaften überlassen. §• 41. Der Auftrieb des Hornviehes und der Pferde in die angewiesenen Waldweideplätze kann mit Anfang Mai beginnen, und hat Ende Sep- tember aufzuhören. Die Beweidung der' für Ziegen und Schafe ausgemittelten Plätze un- terliegt keiner Zeitbestimmung. §. 42. Alles in den Waldungen weidende Vieh muss von Hirten gehütet werden, welche mit den ausgemittelten Waldweideterrains ordnungs- mässig abzuwechseln haben. Für den aus Saumseligkeit des Hirten ent- stehenden Schaden ist der Eigenthümer des Viehes gegen Regressnahme an ersteren verantwortlich und ersatzpflichtig. §. 43. Die Herstellung und Erhaltung der Einhegungen der Waldungen durch Einzäunung gegen Beschädigungen des Viehes liegt den Nutz- niessern des Weideganges ob. §. 44. Das Ausraufen oder das Abschneiden des Grases mit Messern, Si- cheln oder Sensen, dann das Ausstechen des Rasens in künstlich kulti- virten Waldtheilen oder anderem jungen Gehölze, wird so wie das 195
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.