§• 16. Die im §. 13 bezeichnete Commission hat sich ferner noch am 10. März, 10. April, 10. Mai und 10. Juni in Vaduz zu versammeln, und an diesen Tagen spätere Stuten-Anmeldungen einzutragen, deren Besichti- gung vorzunehmen, und die anzunehmen Befundenen in eine Nach- tragsliste einzutragen, jedoch unterliegen, derlei nach dem 20. Februar angemeldeten Stutten bei der Anmeldung einer besonderen Taxe pr. 1 fl. Ohne diese oder die früher beschriebene Anmeldung findet keine Eintragung in die Liste statt, und uneingetragene Pferde können nicht zugelassen werden. §• 17. Die Anzahl der Stutten, welche die Landesbeschäler belegen sollen, erfordert eine sorgfältige Beschränkung und die Zwischenzeit von ei- nem Sprung zum andern eine entsprechende Bemessung, einmal für die Gesundheit und Fruchtbarkeit der Zuchthengste, sodann für die Kräftigkeit und Gesundheit der Nachzucht selbst. Hierüber hat die Commission sorgsam zu wachen, und die nöthigen Verfügungen durch den Landesthierarzt zu treffen. §. 18. Die in dieser Beziehung vorzugsweise auf thierärztliches Gutachten getroffenen Verfügungen sind nebst dem von der Commission gefer- tigten Vormerk über die zugelassenen Stutten und hierwegen nöthigen Weisungen dem Beschälwärter oder Miether zuzustellen, welcher sich bei strengster Verantwortung darnach zu achten hat. §• 19. Die Beschälzeit wird auf vier Monate, nemlich vom 1. März bis 30. Juni festgesetzt. §• 20. Als Sprunggeld, doch nicht für jeden Sprung, sondern für so viele insgesammt als nöthig, werden drei Gulden festgesetzt, wovon 1V-2 fl. gleich baar, und die übrigen IV2 fl. auf Martini, wo die wirkliche Trächtigkeit schon wahrgenommen werden kann, bezahlt werden müs- sen. Sollte eine Stutte, die im Lande bleibt, erwiesenermassen nicht trächtig geworden sein, so kommen die letzeren IV2 fl nicht zu ent- richten, oder wenn sie es schon wären, rückzuersetzen. Sobald aber er- hoben wird, dass eine Stutte nach ihrer Belegung in der Landesbeschäl- anstalt zu einem anderen Beschäler wo immer geführt worden sei, müssen die lVs fl bezahlt werden, wenn sie auch nicht trächtig ist. Das Sprunggeld muss auch dann vollständig erlegt werden, wenn be- legte Stutten in der Ungewissheit, ob selbe trächtig sind oder nicht, ins Ausland verkauft werden, gleichviel, ob die Nichtträchtigkeit nach- träglich dargethan oder nicht dargethan sei. 154
        

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