§. 55. Dagegen haben die Hintersassen im allgemei- Pflichten der Hinter- nen, so ferne sie nicht schon durch ihren Beruf säen- der Gemeinde oder dem Staate ihre Dienste wid- 
a) aIIgemeine> men, oder nach ihrem Stande von Gemeinde- arbeiten enthoben sind, besondere Pflichten ge- gen die Gemeinde. Jeder Hintersass ist über- haupt schuldig, zur Aufrechterhaltung der Ord- nung nach Kräften beizutragen, das Gemeinde- beste zu fördern, sich den hiernach erfliessenden Aufträgen zu unterziehen, und Gefahren von der Gemeinde abzuwenden. §• 56. Die behausten oder begüterten Hintersassen ha- b) besondere der be- ben jene Lasten zu tragen, welche mit dem un- hausten oder begüterten, beweglichen Besitze verbunden sind, doch dür- fen diese mit dem Besitzthume verbundenen Ob- liegenheiten nicht weiter ausgedehnt werden. Ausser diesen haben sie auch bei jenen Be- schwerden einzutreten, welche nach §. 57. die unbehausten und unbegüterten Hintersassen auf sich nehmen müssen. §• 57. Unbehauste und unbegüterte Hintersassen ha- der unbehausten und ben nur jene Gemeindearbeiten zu verrichten, unbegüterten, welche ihren Kräften angemessen, und ihnen so wie jedem anderen Gemeindegliede zum Vor- theile sind. Diese sind: Unterhalt und Herstel- lung der Dorfstrassen, der Brunnenleitungen, Arbeiten zum Schutze des Ortes, zur Hebung der Gesundheit, zur Waldkultur und zu öffent- lichen Bauten. Bei Wasser- und Feuersgefahr oder bei Arbeiten die allgemeine ausserordent- liche Anstrengung erfordern, müssen sie wie je- der andere mit aller Thätigkeit sich verwenden lassen. Zu den Gemeinde-Wustungen haben sie in so weit beizutragen, als diese zur Bestreitung solcher Einrichtungen verwendet werden, wel- che der Hintersasse ebenfalls braucht. §• 58. Wenn ein Hintersass ausser dem Bezirke seiner Heimathgemeinde Güter besitzt, so treten bei 83
        

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