§. 49. Die Hintersassen in jeder Gemeinde sind be- haust oder unbehaust, begütert oder unbegütert. Je nachdem sie zu einer oder der anderen Klas- se gehören, sind auch ihre Rechte und Pflichten in Bezug auf ihre Gemeinde verschieden. §. 50. Auch Witwen der Gemeindebürger sind, wenn sie nicht dadurch, dass entweder ihr ehelicher Vater Bürger der Gemeinde war, oder dass sie während der Dauer der Ehe mit dem Gemeinde- bürger das Bürgerrecht durch den für Aufnahme von Gemeindebürgerinnen nach §§. 42 und 43 in Vorschlag zu bringenden und festzusetzenden niederen Einkauf erworben haben, selbst Ge- meindebürgerinnen sind, nach dem Tode ihrer Gatten als Hintersassen zu betrachten; doch wird ihnen noch durch drei Monate vom Todes- tage des Gatten gerechnet, dass Recht einge- räumt, durch Erlag des für aufzunehmende Ge- meindebürgerinnen festgesetzten Einkaufes das Gemeindebürgerrecht zu erwerben. Auf die den ehelichen Kindern eines Gemeinde- bürgers im §. 37. eingeräumten Rechte hat die Eigenschaft der Mutter, ob sie Gemeindebürgerin war oder nicht, keinen Einfluss. §. 51. Bei dem Einkaufe einer Weibsperson als Ge- meindebürgerinn kann jene eine Gemeinde- bürgerinn aus einer anderen inländischen, oder einer Hintersassin aus derselben oder einer an- deren Landesgemeinde, oder eine Ausländerin seyn. Für jede solche Einzukaufende kann die Gemeinde eine eigene Einkaufstaxe nach den §§. 42 und 43 bestimmen, doch ist bei Auslän- derinnen das Gegenrecht (Reciprocitaet) der Art zu beobachten, dass von einer solchen nicht mehr gefordert werden darf, als von einer Liech- tensteinerinn gefordert würde, wenn sie in je- nem Ort eingekauft werden sollte, aus dem die Fremde aufgenommen werden soll. Es steht auch den fürstlichen Gemeinden frei, gegenseitig den Einkauf ganz aufzuheben. 
Eintheüung der Hintersassen. Einkauf einer Nicht- gemeindebürgerinn in das Gemeindebürgerrecht. Nähere Bestimmungen bei diesen Einkäufen. 81
        

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