wähnten Vertrages enthaltenden Vorschriften einerseits- und anderer- seits zu gleichzeitiger Festsetzung der Landesgränze zwischen beiden Staaten wurden Von Seiner Durchlaucht dem souveränen Fürsten von Liechtenstein zum Bevollmächtigten ernannt: Herr Inspector Dr. Cajetan Mayer Herr Landvogt Johann Michael Menzinger Von Seiten des souveränen eidgenössischen Standes St. Gallen: Herr Landammann Hungerbühler, Herr Strassen- und Wasserbau-Inspector Hartmann. Nach wechselseitiger Erwahrung der Vollmachten haben sich die Abgeordneten unter Vorbehalt der Ratification über nachfolgende fer- nere gemeinsame Bestimmungen in dem Sinne vereinigt, dass die durch gegenwärtigen Vertrag festgesetzten Ufer- und Wuhrlinien in dem neu gefertigten Stromplan eingetragen werden sollen. Art. 1. Alle alten sogenannten Wuhrmarchenbriefe u. s. w., welche sich in den Gemeinden der beiden Staaten vorfinden, haben durchaus keine auf die Korrektion influirende Gültigkeit mehr. Gültig sind allein die Ufer- und Wuhrlinien, welche durch gegenwärtigen Vertrag beschrie- ben werden. Art. 2. Das Eigentum der Wuhrgemeinden erstreckt sich einzig bis an die be- zeichneten Wuhrlinien, daher die gewonnen werdenden Verlandungen den Gemeinden gehören, welche dieselben dem Plane gemäss gewon- nen haben; hingegen haben dieselben keinen Anspruch auf Boden ausserhalb dieser Linien, es mag derselbe aus Auen oder Inseln be- stehen. Art. 3. Die Mitte vom Thalwege des Rheins, das heisst, die Mitte zwischen den beiderseits angenommenen Wuhrlinien gilt auch als Landesgrenze zwischen den beiden contrahirenden Staaten. Art. 4. Neu angelegt werdende Binnendämme dürfen nur mit Erlaubnis der gemeinsamen Wuhrkommission und in keinem Falle näher als auf 150 Wiener- oder Schweizerfuss Distanz vom Wuhre gegen die neuen Wuhrlinien verlegt und es müssen bis zu dieser genehmigten Verlegung alle Verlandungen ausserhalb der gegenwärtig bestehenden Binnen- dämme mit Wuhrholz bepflanzt werden. 13
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.