4/72). Zwei unglasierte, beige Randstücke mit gekehltem, hochgezoge- nem Rand, mit Grat gegen das Gefässinnere und dem eindeutigen Hin- weis auf gedrungene Gefässproportionen mit kräftiger Riffelung an der Aussenwand, sind in das Ende des 14. Jahrhunderts zu datieren (S 5/72; 6/72; 7/72; 8/72). Hinzu kommen weitere Scherben einer Napfkachel, die innen eine schadhafte, grün-silbrige Glasur aufweisen, mit Mörtel verschmutzt sind und in den Beginn des 15. Jahrhunderts angesetzt werden können (S 9/72; 10/72; 11/72). Weitere kleine Bruchstücke von glasierter, teilweise bemalter Keramik sind ins 16. bis 18. Jahrhundert zu datieren. Erwähnenswert scheint ferner das Bruchstück einer qua- dratischen Reliefkachel mit bräunlicher Glasur und Ansätzen eines nicht erkennbaren Reliefs (17./18. Jahrh. S 12/72). Die gefundene Kera- mik ist samt und sonders mit der Ware vom Kirchhügel von Bendern vergleichbar und verwandt. Von den Eisenfunden können zwei Bruchstücke von zwei Hufeisen erwähnt werden. Nach Art und Form dürften sie dem beginnenden 14. Jahrhundert entstammen. Sie haben in den Hufeisenfunden von Neu- Schellenberg ihre nächsten vergleichbaren Parallelen.12 Die Funde von Salums stellen einen weiteren Hinweis auf die mit- telalterliche Siedlungsgeschichte, auf Bauweise und Bauausstattung im Gebiet der Herrschaft Schellenberg dar. Die Verwandtschaft der Funde mit jenen von der Burg Neu-Schellenberg, denen vom Kirchhügel Ben- dern und den bisher bekannten Turmhäusern in Liechtenstein gestaltet die Erhebungen interessant. 12 JBL 1962, 67 Abb. 77, 5, 7 (Beck/Heid). Georg Malin 427
        

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