den mussten und wegen Verzinsung von aufgenommenen Krediten.39 Die Rechnung der Gemeinde Vaduz im Jahre 1816 zeigt beispielsweise folgendes Bild:40 Einnahmen: vorjährige Resten 176 fl 15 kr Kriegsschuldenresten 629 fl 37 kr verkauftes Holz 40 fl 42 kr von einigen Anlagen 167 fl 44 kr (Neugereutzins-, Fasnachtshennen-, Kleinzoll- und Steuereinzug, sowie Schulgeld von 104 Kindern zu je 15 kr). Verschiedenes 257 fl 51 kr total 1'272 fl 10 kr Ausgaben: Kapitalzinse 512 fl 35 kr Steuern (Fasnachthennen, Kleinzoll, Neugereutzins etc.) ans Rentanmt 158 fl 38 kr Besoldung (Lehrer Wolf, Hebamme, Kordonist Schreiber) 118 fl 13 kr «Soldatenkösten» 80 fl Verschiedenes 224 fl 55 kr total 1'094 fl 22 kr Erst etwa seit den 40-er Jahren begannen sich die finanziellen Auf- gaben der Gemeinden allmählich auszuweiten. Vor allem die Wuhr- bauten und das Gemeindearmenwesen erforderten beträchtliche Mittel, die durch Gemeindeumlagen beschafft wurden.41 Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erweiterte sich dann der Aufgabenbereich der Gemein- den erneut. Wasserversorgungsanlagen wurden gebaut und verschie- dene andere neuzeitliche Gemeindeeinrichtungen geschaffen.42 1 880 reichten die Gemeinden der Regierung folgende Haushaltsvorschläge ein:43 Triesen = 3'188 fl und 3758 fl Wuhrkosten Triesenberg = 2'947 fl Vaduz = 7'000 fl 39 Die Verschuldung der Gemeinden rührte hauptsächlich von den Kriegs- jahren her. 40 LRA Schädler Akten Nr. 236. Gemeinderechnung Vaduz. 1816 gelegt von Säckelmeister Franz Josef Seger. 41 Vgl. oben, S. 16-31. 42 LRA SF Gemeinderechnungen 1892 - 1916. 43 LRA 1880/Nr. 1324. Gemeindehaushaltsvorschläge für 1880. 357
        

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