waren die 27'304 fl, die das Fürstentum zusätzlich zu den Kontingents- kosten im Lager der Alliierten (1813 — 1815) aufzubringen hatte, ein kleiner Betrag, der aber immerhin den Staatseinnahmen von etwa zwei Jahren entsprach.30 Angesichts der enorm grossen Kosten, die die Aussenbeziehungen verursachten, ist es leicht zu erklären, dass für den Titel «Landes- kultur» lange Zeit nur geringe Geldmittel erübrigt werden konnten. Bis in die 40-er Jahre bestanden die Auslagen hauptsächlich im Unter- halt der Landstrasse und in unbedeutenden Beträgen für das Sanitäts- und Feuerlöschwesen.31 Seit 1844 erforderten dann die Wasserbauten beträchtliche Geldsummen.32 Die Beiträge zur Förderung der Land- und Forstwirtschaft blieben dagegen bescheiden.33 Rhein- und Rüfe- schutzbauten, Strassen und Kanäle erforderten die hauptsächlichsten Geldmittel unter dem Titel «Landeskultur». Eine wichtige Ausgabengruppe bildeten die Verwaltungskosten. Die Auslagen für die politische und gerichtliche Verwaltung (Besoldung und Kanzleikosten) stiegen im Verlauf des 19. Jahrhunderts langsam aber stetig an. Starke Kostenschwankungen zeigen sich bei der Finanz- verwaltung. Hauptursache für die unregelmässige Entwicklung, vor allem in der ersten Jahrhunderthälfte, bildete die Rückzahlung von Vorschüssen.34 Seit 1852 kletterten die Ausgaben für Finanzverwaltung Requisitionen ins Ausland 22'593 fl 58 kr Geldkontributionen 14'595 fl 9 kr Österreicher: 17'813 fl 54 kr, Franken: 19'375 fl 13 kr Summarum 37189 fl 7 kr Extra ord. u. Proviant. Umlagen, Invaliden- u. Heukasse 34'819 fl 36 kr Prima Plana Gelder nach Uberlingen und Kempten 2'682 fl 43 kr 350 Römermonate 6'300 fl Reluitionsgelder 1'582 fl 37 kr Unterhaltung des Kontingents 16'964 fl 23 kr Festungsbau 361 fl 11 kr ging nur an Franken Summarum 62710 fl 30 kr Summa Summarum aller Kriegs-Erlittenheiten (Vom 22. November 1798 bis Ende März 1801). 921'614 fl 55 kr 30 Zur Bestreitung von Lieferungen und Kriegskosten während der Feldzüge von 1813 bis 1815 hatte Liechtenstein 48751 fl aufzubringen. 24'242 fl wur- den durch eine österreichische «Bonification» von 2779 fl und französische Kontributionsgelder von 20'426 fl gedeckt. (LRA SR L 7, Nr. 3. Ubersicht. Vaduz, 31. Dez. 1827). 31 Vgl. Anhang Nr. 74, S. 227 f. 32 Vgl. Anhang Nr. 6, S. 18 - 20. 33 Vgl. Anhang Nr. 56, S. 163 f. 34 Von 1819 bis 1830 wurden in Jahresraten von 2'000 fl — die letzte Rate von 1831 betrug 508 fl - die Vorschüsse der Hauptkassa (1795 - 1815) zurück- bezahlt. Von 1835 bis 1843 bewegten sich die Rückzahlungen zwischen 355
        

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