Verhandlungen mit der Schweiz in den Anschluss bei Rüti ein.97 Nur durch grösste Anstregungen der österreichicshen und liechtensteini- schen Regierung gelang es später, die Schweiz für den Bahnanschluss bei Schaan-Buchs zu gewinnen. Denn es lag im Interesse der Schweiz, den österreichischen Verkehr bei der nächsten Stelle auf die schweize- rische Rheintalebene zu führen.98 Mit Gesetz vom 14. Januar 1870 bewilligte Liechtenstein den Bau der Bahnlinie Feldkirch-Schaan- Buchs.99 1872 war der Bahnbau beendigt. Für Liechtenstein war die Linienführung keineswegs zufriedenstellend, berührte doch die Bahn nur eine einzige grössere Gemeinde, während sie sonst durch fast un- bewohntes Gebiet führte. Als 1881 die Arlbergbahn gebaut wurde, machte Liechtenstein noch- mals den Versuch, die bestehende Bahnlinie über Vaduz nach Balzers und von da nach Sargans zu führen. Alle Anstregungen waren vergeb- lich. Das österreichische Handelsministerium sah wegen des geringen liechtensteinischen Exports keinen kommerziellen Grund, die Bahn- linie zu verlängern. Das Argument der einfacheren Streckenführung über Sargans wurde als nicht schwerwiegend genug erachtet.100 Von 1903 bis 1907 liefen gemeinsame schweizerisch-liechtensteinische Bemühungen, Liechtenstein einen Anschluss an die Rätische Bahn zu verschaffen. Von Landquart über Maienfeld Ragaz zur Landesgrenze beim Ellhorn und von da über Balzers-Triesen-Vaduz nach Schaan sollte eine Schmalspurbahn erbaut werden. Das Bahnprojekt hatte lange Zeit alle Aussicht auf eine Verwirklichung, musste aber schliess- lich aufgrund verschiedener Widerstände, insbesondere der Interven- tion der Schweizerischen Bundesbahnen, fallengelassen werden.101 Die das Land durchziehende Bahnlinie Feldkirch-Buchs ist die einzige Bahnstrecke in Liechtenstein geblieben. unternommen. — Vgl.: «Liechtensteiner Landeszeitung». 1. Jg. (1863), Nr. 3. 16. Mai 1863 und Nr. 10, 31. Juli 1863. — Ein eigens gegründetes Eisenbahn- komitee wandte sich an den Fürsten um Verwendung beim österreichischen Kaiser. (HKW 1865/Nr. 13464. 28. Okt. 1865. Bittschrift). 97 HKW 1865/ad Nr. 13464. Fürst an Reg. 98 Schädler, Landtag, JBL 1 (1901), S. 161 - 163. 99 LGBl. Jg. 1870, Nr. 1. — Liechtenstein übernahm die Bodenauslösung gegen eine Entschädigung von 45 kr pro Klafter. (Art. 3). Das Eisenbahnunter- nehmen wurde von jeder Steuer ausser der Grundsteuer befreit. (Art. 4). — Aus der Bodenauslösung erwuchsen dem Lande Mehrkosten von 8'917 fl. (Schädler, Landtag, JBL 1 (1901), S. 162. 100 Schädler, Landtag, JBL 3 (1903). S. 54-59. - Vgl. auch: «Liechtensteiner Volksblatt», Nr. 13. 15. April 1881. Nr. 16. 22. April 1881. Nr. 17. 29. April 1881. Nr. 18. 6 Mai 1881 Nr. 4. 27. Jan. 1882. 101 Schädler, Landtag, JBL 12 (1912), S. 46-50. 344
        

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