ren, Eschen, Gamprin und Schellenberg Rebgelände.51 Die Gemeinde Schaan wies 1808 eine Rebfläche von ca. 18'000 Kl. auf.52 1 890 wurden für dieselbe Gemeinde Weingärten mit einer Gesamtfläche von 23'090 Kl. registriert.53 Nach grober Schätzung dürfte sich die Wein- gartenfläche Liechtensteins zu Beginn des 19. Jahrhunderts um 150'000 Kl. belaufen haben. In der folgenden Zeit wurde die Rebfläche dauernd erweitert, bis sie im Jahre 1871 mit 2%' der Gesamtfläche des Landes einen Höchststand erreichte.54 Danach .wandten sich in den 70-er und 80-er Jahren infolge einer Reihe von Missernten, neu auf- tretender Rebkrankheiten und der ausländischen Konkurrenz immer mehr Landwirte vom Weinbau ab.55 1890 ergibt sich folgende Vertei- lung der gesamten Rebfläche auf die einzelnen Gemeinden:5f> Balzers 19'622 Kl. Triesen 17'817 Kl. Vaduz 56'000 Kl. Schaan 23'090 Kl. Eschen 37'097 Kl. Mauren 26314 Kl. Gamprin 3'100 Kl. Seit etwa 1890 verlangsamte sich der Rückgang der Anbaufläche der Weinrebe, die Tendenz blieb aber weiterhin rückläufig. Heute verwendet man für den Weinbau vor allem die dunkelblaue Burgundertraube, die ca. 1630/35 von Herzog Rohan nach Graubünden gebracht worden sein soll.57 Im 19. Jahrhundert war aber auch die weisse Elbling-Traube noch stark verbreitet. In der ersten Jahrhundert- hälfte hatte die Landesherrschaft, mit insgesamt ca. 30'000 Kl. Wein- gärten der bedeutendste Weinproduzent im Land, auf ihrem Rebge- lände folgende Erträge in Viertel: Triesen Vaduz Eschen Mauren weiss 
rot weiss 
rot weiss 
rot weiss 
rot 1832 145 
— 15 168 
341 356 807 644 1833 407 
— 173 748 
602 420 1173 658 1834 504 
— 308 2284 655 659 1840 1287 1835 587 
•— 322 1413 
351 533 1235 1347 1836 189 
•— 178 1282 678 
684 2091 1500 1837 189 
— 331 
1353 754 620 1801 1015 51 LB Fritz. 52 LRA AR ad Nr. 42, Fasz. 41. «Steuerfassionen» der Gemeinde Schaan (1808). 53 MLV. (1890/91). 54 LRA 1871/Nr. 1211. Statistische Tabelle. 27. Dez. 1871. 55 MLV, 21. Jg. (1911), S. 40. 56 MLV. (1890/91). 57 Ernst Ospelt, Der liechtensteinische Weinbau. In: St. Galler Bauer, Nr. 40. 3. Okt. 1964, S. 1123. Eugen Durnwalder, Der Weinbau des Bündner Rhein- tales, Wädenswil 1940, S. 111. 171
        

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