die von Tobein und Rüfen gefurchten Westhänge der Dreischwestern- kette, an deren Fuss sich breit ausladende, mit Wald oder Wiesen be- wachsene Schuttkegel lagern. Die schmale Rheintalebene, 472 — 433 m ü. M., nimmt in ihrer Breite von Süden nach Norden zu; die grösste ebene Fläche zwischen Schaan und Eschen misst an ihrer breitesten Stelle ungefähr 4 km. Am Fusse der Dreischwesternkette findet man Geschiebelehm, Rüfeschutt und Moräneböden. Je näher man zum Rhein kommt, desto mehr überwiegt angeschwemmtes sandig-kiesiges Mate- rial. Dazwischen finden sich immer wieder dunkle Torf- und Ried- böden. Am Eschnerberg kommt ein eher lehmiger Bodentyp vor. Hydrographisch gesehen gehört ganz Liechtenstein zum Einzugsgebiet des Rheins. Die Samina mit Malbun- und Valorschbach, die bei Fra- stanz in die III mündet, entwässert indirekt in den Rhein, während die verschiedenen Sturzbäche und Rüfen am Westhang der Dreischwestern- kette und die Binnengewässer der Rheintalebene direkt in den Rhein entwässern. c) Klima Das Klima in Liechtenstein wird zunächst durch die Höhenlage der verschiedenen Regionen bestimmt. Rheintalebene und Alpenzonen wei- sen beträchtliche klimatische Unterschiede auf. Das Rheintal hat eine mittlere Jahreswärme von ca. 8.5° C. Lange Trockenperioden, Spätfrost und extrem kalte Winter sind selten. Die Jahresschwankung von 19° C weist darauf hin, dass das Land im Übergangsgebiet vom ozeanischen zum kontinentalen Klima liegt. Der mittlere Niederschlag beträgt 1000 bis 1200 mm im Regenschatten des Säntisstockes. Für das Alpengebiet kann man 1400 —1600 mm jährlichen Niederschlag annehmen.6 Das zehnjährige Mittel 1954-— 19637 erbrachte z.B. für die Meßstation Vaduz 978.2 mm, ein durchschnittliches Monatsmittel von 81.5 mm und auf die einzelnen Monate verteilt: Januar 81.5 mm, Februar 52.8 mm, März 44.0 mm, April 63.2 mm, Mai 106.2 mm, Juni 128.1 mm, Juli 137.9 mm, August 157.2 mm, September 78.1 mm, Oktober 63.7 mm, November 38.3 mm, Dezember 53.3 mm. Die Regenmengen des nördlichen Landesteiles liegen etwa 200 mm über den Ergebnissen der Regenmeßstation Vaduz, weil sich der Regen- schatten des Säntis im südlichen Landesteil stärker auswirkt. Der Som- mer ist niederschlagsreicher als der Winter: in den Monaten Mai bis August fällt mehr als die Hälfte der jährlichen Niederschlagsmenge. — 6 1931 bis 1938 wurde in Triesenberg und ab 1938 in Vaduz der Niederschlag gemessen. Für das Alpengebiet existiert keine Meßstation. Überhaupt fehlt es in Liechtenstein an ausreichenden Daten für eine genauere Klimabe- schreibung. 7 Die Daten sind entnommen aus: Meinrad Lingg, Die Liechtensteinische Landwirtschaft, In: St. Galler Bauer, Nr. 40, 51. Jg. (1964), S. 1100 f. 15
        

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